HelpAge Deutschland

125 Jahre deutsches Rentensystem : Ein Vorbild für die Welt ?

Osnabrück (ots) -

   - Internationale Konferenz 'Thanks, Otto! 125 years of pensions
     and new global perspectives' vom 28.-29. Oktober in Berlin wird
     ausgerichtet von der Allianz-Gruppe, HelpAge Deutschland und  
     HelpAge International sowie dem Bundesministerium für 
     wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der
     Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) 
   - Die Zahl alter Menschen wird von gegenwärtig 868 Millionen auf 2
     Milliarden im Jahr 2050 zunehmen (UNDESA, Population Division, 
     World population prospects) 
   - Nur die Hälfte der Menschen im Pensionsalter erhalten weltweit 
     eine Rente (ILO), in den Entwicklungs- und Schwellenländern nur 
     jeder Vierte 

Im 125. Jahr nach der Einführung der ersten staatlichen Rente durch Otto von Bismarck untersucht eine hochrangige internationale Konferenz ihr Vermächtnis für die zukünftige Alterssicherung weltweit.

Experten der Weltbank, der Vereinten Nationen, der Internationalen Arbeitsorganisation, der afrikanischen Union, sowie Wissenschaftler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus allen Kontinenten diskutieren, wie sich Rentensysteme angesichts weltweiter Alterung, zunehmender Ungleichheit und sich verändernder Arbeitsmärkte in Zukunft entwickeln können.

"In den meisten europäischen Ländern haben die Rentensysteme einen größeren Anteil an der Reduzierung von sozialen und wirtschaftlichen Ungleichgewichten als andere Leistungen des Sozialsystems", sagt Michael Bünte, Geschäftsführer von HelpAge Deutschland. "Staatliche Renten sind nach unserer Erfahrung auch in den ärmsten Ländern finanzierbar, wenn der politische Wille vorhanden ist. Für das Überleben von Millionen alten Menschen sind sie unabdingbar."

Die vom 'Eisernen Kanzler' 1889 eingeführte staatliche Rente für Menschen über 70 Jahre hat im 20. Jahrhundert viele Rentensysteme weltweit beeinflusst. Angesichts einer starken Alterung auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat es in den vergangenen 20 Jahren eine regelrechte Explosion von steuerfinanzierten, sozialen Rentensystemen gegeben. Über 100 Länder haben inzwischen solche Sozialrenten eingeführt. In den Industrienationen stellt sich angesichts der fortschreitenden Alterung allerdings die Frage, wie eine ausreichende Alterssicherung aufrecht erhalten werden kann, ohne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu gefährden.

"Die Tatsache, dass die meisten Menschen in den entwickelten Staaten eine Rente erwarten können, ist ein großer sozialer Fortschritt", so Professor Volker Deville, Demografieexperte der Allianz. "Für viele Menschen - besonders in den Entwicklungsländern - ist eine Rente jedoch ein Luxus, den sie sich nicht leisten können."

Pressekontakt:

HelpAge Deutschland - Michael Bünte/Geschäftsführung
Tel. 0178 / 730 16 43
Email : buente@helpage.de
weitere Infos : www.globalagewatch.org
www.pension-watch.net/bismarck125

Allianz SE - Petra Brandes
Tel. 089 / 3800-18797
Email:petra.brandes@allianz.com
www.allianz.com



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