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TMT Predictions - Internet noch ohne Dinge
Deloitte-Outlook 2015: Internet of Things mit unklarem Mehrwert für Konsumenten, Unternehmen profitieren

Berlin/München (ots) - Die Deloitte TMT Predictions 2015 für den Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmarkt sehen das Internet der Dinge als Trend im B2B-Markt, Konsumenten nehmen die Technologie und damit verbundene Dienste verhalten an und erkennen noch keinen klaren Nutzen. Wachstumsimpulse für die Hardware-Industrie ergeben sich aus dem zunehmenden Austausch vorhandener Smartphone-Generationen. Klassische Medienangebote werden durch digitale Short-Form-Videos und E-Books ergänzt, jedoch keineswegs ersetzt. Mobile Bezahlsysteme stehen dank neuer Sicherheitstechnologien 2015 vor dem Durchbruch. Internetverbindungen werden schneller, allerdings wächst die "digitale Kluft" zwischen ländlichen und städtischen Gegenden. Der Onlinehandel ist in Deutschland mit 40 Milliarden Euro Umsatz weiter auf Wachstumskurs, Anbieter können sich durch schnelle und bequeme Zustellung differenzieren.

"Konsumenten werden immer kritischer und erwarten bei neuen, digitalen Angeboten einen klar erkennbaren Mehrwert. So steht und fällt beispielsweise der Erfolg mobiler Bezahllösungen mit dem konkreten Nutzen für Endverbraucher", kommentiert Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte.

Internet der Dinge mit Innovationspotenzial

Das "Internet of Things" (IoT) bleibt ein Wachstumsmarkt: Weltweit werden 2015 eine Milliarde vernetzter Geräte verkauft. Der Umsatz mit IoT-Hardware und Connectivity steigt um zehn Prozent. Die Mehrzahl dieser "Internet of Things"-Hardware wird im B2B-Bereich verwendet. Bislang wenig überzeugende Consumer-Anwendungen verhindern die Entwicklung hin zu einem IoT-Massenmarkt. Eine stärkere Berücksichtigung von Kundenwünschen kann die Nachfrage deutlich steigern.  

Replacements stützen Smartphonemarkt

Weltweit werden 2015 mehr als eine Milliarde Smartphones als Ersatz für bestehende Geräte gekauft. 34 Prozent der Deutschen planen in diesem Jahr die Anschaffung eines neuen Smartphones, obwohl der Kauf des alten oft nur höchstens 18 Monate zurückliegt. Die Betonung neuer Gerätefunktionen gewinnt dadurch zunehmend an Bedeutung: Hersteller können durch Features wie Fingerabdrucksensor, NFC sowie verbesserte Kameras und Displays den Austausch bestehender Hardwaregenerationen beschleunigen.

Traditionelle Medien überleben

Deutschlandweit machen 2015 gedruckte Exemplare 95 Prozent der Buchhandelsumsätze aus. Dagegen entwickeln sich E-Books als komplementäres Angebot, beispielsweise für die Nutzung unterwegs. Die Verbreitung von E-Book-Readern ist hierzulande auf 21 Prozent angestiegen, verlangsamt sich jedoch. Auch Short-Form-Videos ersetzen das klassische Fernsehen nicht und machen 2015 nur drei Prozent des Bewegtbildkonsums aus, obwohl sie weltweit ein großes Publikum erreichen: Die beliebtesten YouTube-Kanäle generieren monatlich zehn Milliarden Views.

Mobile Payment vor dem Durchbruch

Ende 2015 werden weltweit fünf Prozent der NFC-fähigen Smartphones mindestens einmal pro Monat für Bezahltransaktionen verwendet. Neue Payment-Angebote wie Apple Pay können die Akzeptanz mobiler Bezahldienste deutlich voranbringen. Auch Security-Lösungen wie Fingerprint-Sensoren erhöhen das Vertrauen der Konsumenten in Mobile Payment. Neben einem hohen Sicherheitsniveau ist eine optimale Usability kritisch für den Erfolg der neuen Angebote.

Online-Shopping-Boom mit Lieferproblemen

In Deutschland generiert der E-Commerce Umsätze in Höhe von 40 Milliarden Euro. Der Knackpunkt ist die bequeme Zustellung. Daher stellen Anbieter und Logistikdienstleiser 2015 europaweit eine halbe Million Abholstellen in Ladenlokalen, Postfilialen, Schließfächern und Packstationen bereit. Dies bedeutet einen Anstieg von 20 Prozent zum Vorjahr. "Click & Collect" ermöglicht so kürzere Lieferzeiten, flexible Abholoptionen sowie zusätzliche Beratungsmöglichkeit vor Ort.

Digitale Kluft zwischen Stadt und Land

Die Bandbreiten-Schere in Deutschland öffnet sich weiter: Die schnellsten zehn Prozent der Breitbandhaushalte nutzen 20 Mal schnellere Anschlüsse als das Zehntel am unteren Ende der Geschwindigkeitsskala. In Ballungsräumen ermöglichen Technologien wie G.fast und DOCSIS Upgrades bestehender Netzinfrastrukturen. In ländlichen Regionen verhindert die längere "letzte Meile" deren Einsatz. Hier sind kurzfristig keine Impulse für ein schnelleres Internet zu erwarten.

"Insgesamt sehen wir 2015 eine tendenziell evolutionäre Entwicklung des TMT-Marktes. Durch die gezielte Weiterentwicklung bestehender Angebote können Dienste wie das mobile Bezahlen oder das Internet der Dinge einen Massenmarkt erobern", schließt Dr. Andreas Gentner.

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/DLPfv zum Download.

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