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"Hidden Movers Award 2010": Von der Schule in den Beruf
Deloitte-Stiftung zeichnet die besten Projekte aus

München (ots) - Die Deloitte-Stiftung prämierte gestern Abend in der Bayerischen Staatsbibliothek München die Gewinner des erstmals ausgeschriebenen Bildungswettbewerbs "Hidden Movers - Von der Schule in den Beruf" mit insgesamt 50.000 Euro. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Annette Schavan, wurden Projekte gemeinnütziger Einrichtungen und Initiativen gesucht, die Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. Gastredner des Abends waren die baden-württembergische Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick, Prof. Dr. Anton Kathrein, geschäftsführender Gesellschafter der Kathrein Werke KG, Dr. Christian Lüders vom Deutschen Jugendinstitut und Prof. Dr. Manfred Prenzel, Technische Universität München. Unter der Moderation von Dr. Christian Ramthun, Wirtschaftswoche, wurden aus den mehr als 360 Bewerbungen die Siegerprojekte "Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung", "Mittendrin Anders", "ModUs", "JobInn" und "Junge Vorbilder" ausgezeichnet.

"Der ,Hidden Movers'-Wettbewerb hat unsere Erwartungen übertroffen. Die große Anzahl und Vielfalt der eingereichten Projekte ist eindrucksvoller Beweis für das Engagement von Menschen, die mit viel Eigeninitiative positive Veränderungen erzielen möchten", sagt Prof. Dr. Wolfgang Grewe, Vorstandsvorsitzender der Deloitte-Stiftung. "Aufgrund der Vielzahl innovativer Ansätze haben wir beschlossen, unser Engagement weiter auszubauen und die Thematik verstärkt in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu adressieren."

Kultusministerin Schick überreichte persönlich den 1. Preis an die Schillerschule aus Waghäusel. "Es ist für mich eine besondere Freude, dass eine baden-württembergische Schule auf den 1. Platz des Hidden Movers Awards 2010 gekommen ist. Die Jugendlichen optimal auf das Berufsleben vorzubereiten und ihnen damit auch die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist eine große Herausforderung, die nur gemeinsam mit allen Beteiligten gelingen kann." Die Schillerschule sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie mit Engagement und Kreativität neue Wege in der Berufsorientierung beschritten werden könnten. Sie hoffe, dass viele Schulen die Schillerschule zum Vorbild nehmen.

Platz eins

Projekt "Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung", Schillerschule Waghäusel (Baden-Württemberg)

Das Projekt der Grund- und Hauptschule Schillerschule in Waghäusel umfasst die gezielte Vorbereitung der Schüler auf den Übergang in das Berufsleben ab der 5. bis zur 10. Klasse. Das ganzheitliche Konzept zur Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung beinhaltet neben gängigen Instrumenten wie Berufsberatung, Bewerbungsschreiben oder Pflichtpraktikum auch unkonventionelle Bausteine wie Bewerbungstraining, Eltern-Berufsabende oder Knigge-Kurse. Besonders ist auch die systematische Einbeziehung von Betrieben, die über Praktika hinaus beispielsweise durch die Vorstellung von Berufen im Unterricht in den Berufsorientierungsprozess eingebunden sind. Durch das Projekt konnte der Anteil der Schüler, die einen Ausbildungsplatz erhalten haben, von 20 Prozent auf über 60 Prozent gesteigert werden. Das Projekt wurde mit 25.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Platz zwei (geteilt)

Projekt "Mittendrin Anders", MIDRIA e.V. (Brandenburg)

"Mittendrin Anders" ist ein Strausberger Projekt des MIDRIA e.V zur Schaffung von Praktikumsplätzen für Schüler mit geistiger Behinderung. So werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreute Praktika auch außerhalb der Werkstätten für behinderte Menschen ermöglicht und somit neue Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Am Netzwerk beteiligen sich rund 30 Partner, u.a. kleine und mittelständische Betriebe aus der Landwirtschaft, dem Einzelhandel und der Gastronomie, Kindertagesstätten, (Kinder-)Bauernhöfe und Schulen sowie anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen. Für die Praktikumsbetreuung werden die Anleiter eigens vom Fachkräfteteam des Vereins geschult. Die Praktika werden individuell auf die Praktikanten zugeschnitten. Das Projekt wurde mit 12.500 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Projekt "ModUs", CJD Bonn (Nordrhein-Westfalen)

Mit "ModUs" richtet sich das CJD Bonn an junge, alleinerziehende Mütter ohne berufsbildenden Abschluss. Ziel des modularen Unterstützungssystems ist es, Müttern eine (Teilzeit-)Ausbildung zu vermitteln, gleichzeitig die Kinderbetreuung zu organisieren und parallel auch Ausbildungsbetriebe zu beraten, sodass diese ihr Angebot an die Situation der jungen Frauen anpassen können. "ModUs" trägt dazu bei, die starren Strukturen der dualen Berufsausbildung aufzubrechen, und ermöglicht den jungen Müttern trotz Doppelbelastung die Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Aktuell werden 43 junge Mütter und 54 Kinder betreut. Das Projekt wurde mit 12.500 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Platz drei (geteilt)

Projekt "JobInn", Gangway e.V. (Berlin)

Der Gangway e.V. Verein für Straßensozialarbeit in Berlin hat mit JobInn ein Projekt gegründet, das sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren richtet, die von vielen anderen längst aufgegeben wurden.. Ziel ist es, Jugendliche an ihren Treffpunkten, öffentlichen Plätzen und Straßen aufzusuchen und ihnen aktiv Unterstützung anzubieten, damit sie ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand nehmen können. Dazu gehören unter anderem die Hilfestellung bei der Arbeitssuche, Konfliktvermittlung oder Unterstützung beim Umgang mit Eltern und Behörden. Auf innovative Weise verbindet JobInn Straßensozialarbeit mit dem Aufzeigen einer beruflichen Perspektive und damit auf ein selbstbestimmtes Leben.

Projekt "Junge Vorbilder", verikom e.V. (Hamburg)

Das Projekt "Junge Vorbilder" beinhaltet ein Peer-to-Peer-Mentoring von Studierenden aller Fachrichtungen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren mit hilfsbedürftigen Schülern der 8. bis 11. Klasse. Im Projekt betreuen Studierende mit Migrationshintergrund, die das deutsche Schulsystem erfolgreich durchlaufen haben, Schüler mit Migrationshintergrund, wirken als sozial-emotionale Begleiter sowie Nachhilfelehrer und unterstützen bei der Berufsorientierung. Vorab werden die Mentoren intensiv geschult und bei ihrer Tätigkeit begleitet. Interessierte Mentoren können darüber hinaus im Bereich Projektmanagement und Ausbildung qualifiziert werden. Zwölf Schulen in Hamburg sind bereits Kooperationspartner.

"Hidden Movers" - Die Macher im Hindergrund

Der Wettbewerb "Hidden Movers" ist ein Projekt der Deloitte-Stiftung und Teil der Deloitte-Initiative "Perspektiven für Morgen" zur Förderung der Aus- und Weiterbildung junger Menschen. Die Deloitte-Stiftung verfolgt damit das Ziel, Bildungsinitiativen in Deutschland zu entdecken und zu fördern, die heute schon im Kleinen erfolgreich gelebt werden. Dabei reicht das Gesamtspektrum von der frühkindlichen Förderung über das gesamte Schul- und Ausbildungswesen bis hin zu universitären Themenbereichen und dem Eintritt in den Beruf. Der diesjährige "Hidden Movers"-Wettbewerb stand unter dem Motto "Der Übergang von der Schule in den Beruf". Die fünf Siegerprojekte zeigen beispielhaft, was Einrichtungen in der Jugend- und Bildungsarbeit bereits heute bewegen. Sie konnten sich gegen über 360 Bewerbungen aus ganz Deutschland durchsetzen. Eine hochrangige Expertenjury aus Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und dem gemeinnützigen Sektor beurteilte die eingereichten Projekte nach formalen und inhaltlichen Kriterien - Faktoren wie Modellcharakter, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen standen dabei im Vordergrund.

Die Liste aller prämierten Projekte und deren Platzierung finden Sie unter www.hidden-movers.de. Bildmaterial steht unter http://bildschoen-berlin.de/hidden_movers_award_2010/ zum Download bereit.

Ende

Über die Deloitte-Stiftung

Die Deloitte-Stiftung wurde von den Gesellschaftern von Deloitte gegründet. Unter dem Leitmotiv "Perspektiven für Morgen" bündelt die Deloitte-Stiftung ihr Engagement für Bildung und Wissenschaft. Mit unseren Aktivitäten fördern wir die Aus- und Weiterbildung junger Menschen, unterstützen die Entwicklung neuer, zukunftstauglicher Bildungsmodelle und leisten einen Beitrag zur Verbesserung des Innovationstransfers von der Hochschule in die Wirtschaft. Dabei haben unsere Projekte sowohl eine strategische, gesellschaftliche als auch eine persönliche, individuelle Dimension. Wir engagieren uns auf der einen Seite für die Schaffung der optimalen Voraussetzungen für Bildung und Wissenstransfer, indem wir kreativen neuen Bildungsansätzen eine Kommunikationsplattform geben und uns als Stiftung dafür einsetzen, dass an den Universitäten die Bedürfnisse der Wirtschaft verstanden und in der Wissensvermittlung adressiert werden. Auf der anderen Seite bieten wir jungen Menschen unmittelbaren Wissenszugang und die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Projekten Erfahrungen in der Welt der Wirtschaft zu sammeln.

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