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Deutscher Arbeitgebertag 2009

Berlin/München (ots) - Aus der Krise lernen - Deloitte veranstaltet Diskussionsforum zu "Corporate Governance"

Auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin sprachen führende BDA-Mitglieder mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Zukunft des Standorts Deutschland nach der Wirtschaftskrise. Knapp 1.700 Gäste kamen zu den Vorträgen und Diskussionen von und mit Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt, Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Rainer Brüderle, Cem Özdemir und anderen Persönlichkeiten. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Krise und was Unternehmen daraus lernen können - etwa bei der Unternehmensführung. Passend hierzu veranstaltete Deloitte ein Diskussionsforum zum Thema "Corporate Governance - Eine Frage der Regulierung?". Der Moderator, Dr. Marc Beise von der Süddeutschen Zeitung, erörterte zusammen mit den Panel-Teilnehmern Prof. Dr. Martin Plendl, Deloitte, Dr. h.c. Josef Beutelmann, BDA, Margret Mönig-Raane, ver.di, Klaus-Peter Müller, Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, und Hartfrid Wolff MdB, FDP, die Kernfragen: "Wer soll die Grundsätze festlegen, wer ihre Einhaltung gewährleisten? Der Staat durch Gesetze oder die Unternehmen selbst, mithilfe von Aufsichtsräten?"

In die Diskussion startete Prof. Dr. Martin Plendl, Mitglied der Geschäftsführung bei Deloitte mit dem Statement: "In der Folge der Wirtschaftskrise wurden zahlreiche Vorschriften rund um die verantwortungsbewusste Unternehmensführung erlassen. Dies wirft die Frage auf, ob nationale Alleingänge eine Lösung sein können. Der Deutsche Corporate Governance Kodex als freiwillige Leitlinie deutscher Unternehmen hat jedoch das Potenzial, weltweit eine Vorreiterrolle einzunehmen."

"Corporate Governance Kodex" besser als Gesetze

Der seit 2002 bestehende Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Grundsätze zu allen Bereichen der Unternehmensführung, ist aber kein Gesetz. Unternehmen können sich freiwillig zur Umsetzung der Grundsätze verpflichten; 90 Prozent der Dax-Unternehmen haben dies bereits getan. Der Kodex ist zwar kein "Muss", hat aber gegenüber Gesetzen zwei klare Vorteile. Er lässt sich schneller an die sich ändernden wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen - und er schränkt Unternehmenslenker nicht unnötig ein.

"Wenn wir von Corporate Governance sprechen, sprechen wir von der Übernahme von Verantwortung. Die Idee der echten Corporate Governance hat ihre Wurzeln in dem Bewusstsein, dass Eigenverantwortung bessere Maßstäbe setzt als Regulierung 'von oben'. Corporate Governance fordert die Kreativität der Unternehmen ein. Sie nimmt gleichzeitig stärker Rücksicht auf die Kreativität der Unternehmen, die zwingend notwendig ist, um schneller auf Änderungen des Umfeldes reagieren zu können. Jede Maßnahme der Regulierung entfremdet Corporate Governance von ihrer eigentlichen Idee und nimmt ihr hierdurch ihre Stärke. Dessen sollten wir uns bewusst sein", so Dr. Beutelmann, BDA.

Frau Mönig-Raane, ver.di, erklärte: "Die Wirtschaftskrise führt uns eindrucksvoll vor Augen, was passiert, wenn Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht wahrnehmen. Unverantwortliche Spekulanten wittern schon wieder Morgenluft. Deshalb brauchen wir klare Regeln für die Wirtschaft, die beispielsweise solchen Auswüchsen Einhalt gebieten. Ansonsten setzen einige wenige die Wertschöpfung und die Lebensgrundlagen vieler aufs Spiel. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir brauchen daher Gesetze, die verantwortungsvolle Unternehmensführung nicht willkürlichen Entscheidungen überlassen - Gesetze, die klare Rahmenbedingungen schaffen."

"Staatsdirigismus ist der falsche Weg, ist ineffektiv und widerspricht der sozialen Marktwirtschaft. Wir brauchen stattdessen mehr Transparenz und mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten der Eigentümer, der Anteilseigner", ergänzte Hartfrid Wolff, FDP.

Nachhaltigkeit als handfester Wert

Der Kodex ist ein geeigneter Weg zu guter Unternehmensführung - kann aber noch verbessert werden. Um etwa die Vorstandsvergütung zukünftig noch klarer regeln zu können, muss "Nachhaltigkeit" als Wert messbar gemacht werden. Dann könnte nachhaltiges Wirtschaften als Erfolgsgröße in die Berechnung von Unternehmenswerten einbezogen und nachvollziehbare Regeln über die Vorstandsvergütung ausgearbeitet werden. Die Teilnehmer waren sich einig: Verantwortungsbewusste Unternehmensführung soll die Aufgabe der Unternehmen bleiben - und nicht Gegenstand bürokratischer Gesetzgebung werden. Dennoch muss es Regeln geben, deren Einhaltung überprüfbar ist, Regeln wie die des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Corporate Governance Quick Check

Wie gut sie diese Regeln kennen, konnten Arbeitgebertags-Gäste am Deloitte-Stand beweisen. Wer dort am "Corporate Governance Quick Check" teilnahm, musste Fragen beantworten wie "Was gehört nicht zu den Aufgaben des Aufsichtsrats?" oder "Womit befasst sich eigentlich ein Prüfungsausschuss?".

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier zum Download.

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