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Trotz dunkler Wolken - aus der Krise fliegen
Deloitte-Studie "Europäische Flughafenbetreiber": aktuelle Lage des Sektors und Lösungsansätze

Düsseldorf/München (ots) - Die letzten Jahre waren für die europäischen Flughafenbetreiber von steigenden Passagier-, Fracht- und Umsatzzahlen, hoher Profitabilität sowie überdurchschnittlichen Aktienkurssteigerungen geprägt. Doch die Deloitte-Studie "Europäische Flughafenbetreiber - Hohe Profitabilitätsniveaus sind nur eine Seite der Medaille" zeigt, dass die Rentabilität trotz dieser positiven Entwicklungen meist keineswegs zufriedenstellend war. Dies ergibt sich aus der Analyse von zwölf europäischen Flughafenbetreibern. Die aktuelle Weltwirtschaftslage mit sich verknappenden Finanzierungsressourcen fordert aber von allen Betreibern, nun verstärkt auf die Rentabilität zu achten.

"Die Flughafenbetreiber leiden unter der konjunkturellen Situation - wir rechnen damit, dass geplante Investitionsvorhaben verschoben oder ganz eingestellt werden", erklärt Dr. Heinrich H. Förster, Partner im Bereich Corporate Finance bei Deloitte. "Wichtig ist, dass die Betreiber jetzt rechtzeitig die besten Handlungs- und Optimierungsmöglichkeiten identifizieren."

Erhebliche Profitabilitätsunterschiede

Die durchschnittliche Gewinnmarge aller untersuchten Flughafenbetreiber lag mit 19 bis 24 Prozent auf konstant hohem Niveau, jedoch mit erheblichen Unterschieden zwischen den Einzelnen und ihren jeweiligen Geschäftsbereichen: Das Einzelhandels-, Gastronomie- und Immobiliengeschäft (Retail & Property) ist dabei hoch profitabel und stellt wegen seiner hohen Wachstumserwartungen einen Investitionsschwerpunkt dar. Die wettbewerbsintensiven Bodenabfertigungsdienste (Ground Handling) sind dagegen bei vielen Betreibern verlustbringend. Das Kerngeschäft mit den Start- und Landeentgelten (Aviation) unterliegt staatlicher Aufsicht, sodass gewisse Gewinnmargen zwar garantiert, aber gleichzeitig auch nach oben begrenzt sind.

Rentabilität auf niedrigem Niveau

Trotz der hohen Gewinnmargen fällt die Rentabilität (Gewinn durch Kapital) mit fünf bis acht Prozent eher bescheiden aus. Hauptursache hierfür ist der in der Infrastrukturbranche typisch geringe Kapitalumschlag - pro Euro Kapital werden lediglich 20 bis 80 Cent Umsatz generiert. Die Spanne zeigt Verbesserungspotenzial bei vielen Betreibern auf. Überdies schafften es trotz des positiven Trends der letzten Jahre einige Betreiber nicht, ihre Kapitalkosten von etwa sieben Prozent zu erwirtschaften - im aktuellen Abschwung wird dies umso schwerer.

Das kurzfristige Ziel lautet: auch in der Krise profitabel bleiben. Mittel- bis langfristig müssen Flughafenbetreiber jedoch deutlich rentabler werden und zumindest ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Größere Betreiber sollten zudem in der anstehenden Konsolidierungswelle der nächsten Jahre Chancen identifizieren und ergreifen. "Trotz der Krise müssen die Flughafenbetreiber weiter investieren, um zu expandieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Planung der Flughafenbetreiber wird vor dem Hintergrund sich verändernder Finanzierungsbedingungen einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als bisher und muss verstärkt die Rentabilität berücksichtigen", resümiert Heinrich H. Förster.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D261426,00.html zum Download.

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