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Doppik hält besser

Frankfurt/München (ots) -

   Deloitte-Umfrage zeigt: Hessische Kommunen kommen bei der 
   Umstellung auf neues kommunales Rechnungswesen gut voran / mehr 
   Wirtschaftlichkeit erwartet 

Die Einführung bzw. Umstellung auf Doppik (doppelte Buchführung in Konten) ist in den hessischen Kommunen vergleichsweise weit fortgeschritten - ein Fünftel der Kommunen hat die Umstellung bereits abgeschlossen, zwei Drittel befinden sich in der Umstellungsphase. Ein besserer Gesamtüberblick und die outputorientierte Steuerung der Finanzen sollen eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit insgesamt bewirken. Zur Bewältigung der mit der Umstellung von Kameralistik auf Doppik verbundenen Aufgaben spielen Beratungsleistungen eine zentrale Rolle - dies ist ein Ergebnis der Deloitte-Umfrage zum Paradigmenwechsel im Haushaltswesen.

"Mithilfe der Doppik sollen die Kommunen effizienter werden. Im Gegensatz zur Kameralistik kann sie den Ressourcenverbrauch durch die Gegenüberstellung von Ertrag und Aufwand genauer abbilden und ermöglicht somit einen besseren wirtschaftlichen Gesamtüberblick. Im Rahmen der entsprechenden Gesetze ist zwar auch eine erweiterte Kameralistik möglich, jedoch haben sich nahezu alle Kommunen für die Doppik-Einführung entschlossen, um so ressourcenorientierter zu agieren. Nach geltender Gesetzeslage sind sie verpflichtet, bis zum 1. Januar 2009 eine Eröffnungsbilanz und zum 31. Dezember 2011 einen kommunalen Gesamtabschluss aufzustellen", erklärt Reinhard Drewes, Partner Public Sector bei Deloitte.

Umstellung weit fortgeschritten

59 Prozent der teilnehmenden hessischen Kommunen befinden sich bereits in der Umstellungsphase und werden den Zeitrahmen voraussichtlich einhalten. Nahezu alle erfüllen inzwischen die rechtlichen Voraussetzungen, haben eine Projektgruppe eingesetzt und eine entsprechende Software ausgewählt. 21 Prozent haben die Umstellung bereits vollzogen. Die Eröffnungsbilanz ist bis zum Jahresbeginn 2009 aufzustellen. Insgesamt gaben 6,5 Prozent an, diese bereits abgeschlossen zu haben, 25 Prozent zumindest teilweise. Überdies haben 30 Prozent sowohl die Vermögenserfassung als auch die -bewertung durchgeführt. Dabei zeigen sich jedoch einige Probleme, die es zu überwinden gilt: die vollständige Erfassung des Anlagevermögens, der Sonderposten und der Rückstellungen sowie deren Bewertung. Entsprechend haben diese beiden Aufgaben knapp zwei Drittel der Befragten bezüglich des Anlagevermögens und 44 Prozent bei den Sonderposten noch nicht vollendet.

Konsolidierter Gesamtabschluss noch vor dem Stichtag Markiert die Eröffnungsbilanz den ersten Schritt zur Umstellung auf das neue Haushalts- und Rechnungswesen, so bildet der Gesamtabschluss eine große, aber lösbare Herausforderung. Bislang hat keine Kommune einen konsolidierten Gesamtabschluss aufgestellt; dennoch planen knapp 60 Prozent, diesen vor 2011 zu erarbeiten; 11 Prozent sogar für die Geschäftsjahre 2007/2008. Die einheitliche Bewertung und die Anwendung der Konsolidierungsmethoden stellen dabei entsprechende Hürden dar. Ein Viertel der Gemeinden greift deswegen auf externe Beratung zurück, knapp ein Fünftel zieht zusätzlich den Abbau von Vorschriften und die Verbesserung des Informationsflusses in Erwägung.

Beratung - sehr gerne! Bei der Umstellung auf das Neue Kommunale Rechnungs- und Steuerungssystem (NKRS) sind es vor allem die Bewertung des Vermögens sowie der Schulden und die Aufstellung eines gesetzeskonformen Haushalts gemäß Doppik, die für viel Beschäftigung sorgen. Hierbei steht allerdings der Mehrheit der kommunalen Funktionsträger (82 Prozent) externe Beratung bei Schulungen sowie 61 Prozent externe Expertise bei der Planung des Umstellungsprozesses zur Verfügung. 58 Prozent suchen Unterstützung durch den Zusammenschluss mit anderen Kommunen (sog. Geleitzüge), 53 Prozent holen sich externe Hilfe bei der Vermögensbewertung. Insgesamt bezeichneten 88 Prozent der Befragten Schulungsmaßnahmen als wichtigstes Hilfsinstrument, 58 Prozent sehen in Beratungsleistungen die zweitwichtigste Hilfe. "Mit Blick auf die gesetzlich definierten Stichtage liegen die Gemeinden gut im Rennen und sind optimistisch gegenüber dem NKRS - insgesamt rechnen sie mit einer Umstellungsdauer von etwa zwei Jahren. Bezeichnend ist, dass knapp 60 Prozent beabsichtigen, einen konsolidierten Gesamtabschluss noch vor 2011 zu erstellen. Dass sie sich trotz aller immanenten Problematiken hier so positiv zeigen, hat nicht zuletzt auch mit dem Vertrauen auf externe Beratungsleistungen zu tun", resümiert Reinhard Drewes.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

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