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Wachstumsmärkte setzen auf Normierung

Stuttgart/München (ots) -

   Deloitte-Studie "Innovation in emerging markets 2008" zeigt 
   steigende Bedeutung von hohen Sicherheits-, Umwelt- und 
   Sozialstandards bei Unternehmen in Schwellenländern 

Hohe Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards erweisen sich als elementar für die Zukunft von Unternehmen aufstrebender Märkte. Die Mehrzahl potenzieller Partner aus den Industrieländern präferieren Outsourcing-Firmen mit ausreichenden Standards. Hersteller der Wachstumsmärkte verstärken hier ihre Bemühungen. Die damit verbundenen Mehrkosten können aber nur durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. Jedoch bieten sich auch Chancen: Mit überdurchschnittlichen Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards können sie ihre Wettbewerbsposition entscheidend verbessern. Das zeigt die jährliche weltweite Deloitte-Studie "Innovations in Emerging Markets", die Antworten von über 650 Unternehmenslenker aus Schwellen- sowie Industrieländern auswertet.

"Aufgrund der Rückrufaktionen der letzten Zeit stehen die Hersteller unter Druck, die vermehrt in Schwellenländer ausgelagert haben.", erklärt Dr. Hans-Rudolf Röhm, Geschäftsführender Partner und Industry Leader Manufactoring von Deloitte. "Erfolgreiche Unternehmen vermeiden die Risiken dennoch nicht, die Outsourcing mit sich bringt. Sie versuchen, die Risiken zu verstehen und zu beherrschen."

Ungebrochener Outsourcing-Trend trotz großer Bedenken Drei Viertel der Befragten aus den Industrieländern verstärkten in den letzten drei Jahren die Auslagerung in Schwellenländer - bei Komponenten- und Teilezulieferer steht China mit 66 Prozent an vorderster Stelle, gefolgt von Mexico und Zentralamerika mit 36 Prozent. Zentral- und Osteuropa landet mit nur einem Viertel auf den hinteren Plätzen. Obwohl sich die Unternehmer des hohen Risikos bewusst sind, wollen sie weiterhin von den Vorteilen von Importen profitieren. Ein Drittel der Befragten verzeichnete dabei gute Erfahrungen mit Auslagerungen.

Mehrausgaben lohnen sich

Vermehrte Audits, regelmäßige Kontrollen sowie bessere Umwelt- und Arbeitsbedingungen kosten Geld. 41 Prozent der Verantwortungsträger in den Industrieländern fürchten deshalb einen Kostenanstieg. In den Schwellenländern erwarten dies 59 Prozent. Von diesen Investitionen profitieren allerdings alle Beteiligten: Den Unternehmen der Schwellenländer bietet sich dadurch ein Wettbewerbsvorteil mit Marktanteilschancen und Unternehmenswertsteigerungen.

Die Abnehmerunternehmen schätzen wirksame Systeme und wählen ihre Partner in den Schwellenländern hauptsächlich danach aus. So suchen fast 60 Prozent der Befragten mögliche Zulieferer vor allem in aufstrebenden Märkten mit nachweislich strengeren Standards. 44 Prozent gaben an, besonders auf die Arbeitsbedingungen und die Managementleistung ihrer Zulieferer zu achten, die sie regelmäßig vor Ort überprüfen.

"Standards müssen etabliert und auch eingehalten werden. Die Überwachung dieser Einhaltung ist eine enorme Herausforderung, besonders wenn es um Unternehmen mit vielen Zweigstellen geht. Sicherheits-, Umwelt- und Sozialnormierungen bedürfen der Überwachung, nur dann kann ein fairer Wettbewerb als auch das Vertrauen der Konsumenten gewährleistet werden", kommentiert Dr. Röhm.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1002,cid%253D206039,00.html zum Download.

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