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TMT 2008: Märkte in Bewegung

Stuttgart/München (ots) -

   Deloitte-Ausblick auf die Perspektiven der Technologie-, Medien- 
   und Telekommunikationsbranchen (TMT) zeigt aktuelle Trends für das
   laufende Jahr 

Der Schutz digitaler Werte wird immer wichtiger, das traditionelle Fernsehen ist noch lange nicht tot, die Medien profitieren von einer steigenden Konvergenz, Telekommunikationsunternehmen aus Wachstumsmärkten sehen sich verstärkt nach Übernahmekandidaten in den Industrieländern um: Das sind einige Ergebnisse der weltweiten Deloitte "TMT Predictions" für das Jahr 2008. Darüber hinaus stehen Themen wie die Zukunft der Online-Werbung, der Schutz der Privatsphäre von Verbrauchern, die zunehmende Bedeutung von Internet-Content als Textquelle für Verlagsprodukte sowie der Einfluss der Bankenkrise auf die Telekommunikationsbranche im Mittelpunkt.

"Kaum eine Branche ist heute international so vernetzt und aufgestellt wie der TMT-Sektor", erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT bei Deloitte: "Globale Trends sind für nahezu jede Region relevant, wo Hochtechnologie und moderne Telekommunikation eine zentrale Rolle spielen - ganz gleich, ob in den USA, Europa oder den Wachstumsmärkten Asiens. Insofern wird dies auch die deutsche Agenda der nächsten zwölf Monate entscheidend mitbestimmen."

Technologie: Schutz und sensibler Umgang mit Daten wird immer wichtiger Im Technologiesektor steht vor allem der Schutz der Daten von Online-Nutzern vor Viren-, Spionage- und Betrugsattacken im Zentrum. Zukünftig werden sich daher die Schutzmaßnahmen von PC oder Notebook auch auf Mobiltelefone oder MP3-Player ausdehnen. Ein weiteres wichtiges Thema 2008 sind die Nutzerdaten: Die Anbieterbemühungen, für Werbeaktivitäten an detaillierte Verbraucherdaten zu gelangen, stoßen bei den Betroffenen auf wachsenden Widerstand. Um sich hierfür Akzeptanz zu sichern, müssen die Maßnahmen den Zielgruppenerwartungen weitgehend entsprechen. Das bedeutet: Anbieter müssen einen erhöhten Aufwand in Kauf nehmen, um Ablehnung oder sogar rechtliche Probleme zu vermeiden.

Überdies sieht sich die Technologie-Branche in bestimmten Bereichen mit Nachwuchsproblemen konfrontiert: Beispielsweise erlebt der Großrechner derzeit eine Renaissance - was jedoch nicht für das entsprechende Personal gilt. Hier werden die Unternehmen künftig verstärkt Ausbildungsangebote zur Verfügung stellen müssen.

Medien: zunehmende Ergänzung von Internet und "realer" Welt

Das Jahr 2008 bietet auch gute Perspektiven für das traditionelle Fernsehen. Dazu trägt unter anderem das Internet-TV bei: Statt das klassische Fernsehen abzulösen, stellt IPTV eine Ergänzung des herkömmlichen Angebots dar - und stärkt sogar das konventionelle TV. Insgesamt wird deutlich, dass beide Formate unterschiedliche Zielgruppen erreichen und somit eine dauerhafte Koexistenz eingehen können.

Wie im Technologie-Segment wird auch die Online-Werbung in der Medienbranche immer kritischer gesehen: Die Verbraucher wehren sich nicht nur zunehmend gegen störende Werbebanner, sondern vor allem auch gegen die Abfrage ihrer Nutzungsgewohnheiten. Online-Werber können diesem Trend nur entgegenwirken, indem sie den Verbrauchern im Gegenzug einen attraktiven Mehrwert bieten

Ausgesprochen erfolgreich etabliert sich derzeit das Internet als Textquelle. Bis vor Kurzem bestanden bei den Medien noch deutliche Berührungsängste, doch nun nutzen sie Web-Inhalte immer häufiger für ihre Zwecke - Verlage öffnen sich Schritt für Schritt für das World Wide Web und erschließen sich so neue Dialogmöglichkeiten mit ihren Lesern sowie in eigener Sache bei der Talentsuche.

"Die zunehmende Konvergenz von Medien und Technologie birgt ein erhebliches Produkt-, und Servicepotenzial wie das Beispiel von Apple mit der Verfügbarkeit von Blockbustervideos auf dem iPod zeigt", betont Klaus Böhm, Senior Manger im Bereich Media von Deloitte. "Auch werden weitere neue, innovative Unternehmen durch die Fusion von Technologie- und Medienkonzernen entstehen. Inwieweit deren Angebote aber erfolgreich sind, hängt vor allem von ihrer marktgerechten Konzeption ab."

Telekommunikation: Schreckgespenst Kreditkrise

Unternehmen aus den aufsteigenden Märkten suchen vermehrt nach Partnern oder auch Übernahmekandidaten aus den Industrieländern, um so ihre Marktposition auf- und auszubauen - die bisherigen Jäger könnten so zu Gejagten werden. Begünstigt wird dies durch die Finanzkrise der Industrieländer: Zahlreiche Unternehmen reagieren aktuell mit scharfen Kostensenkungsmaßnahmen und auch Konsolidierungsprozesse sind im Markt zu erwarten - zum Beispiel eben durch Aktivitäten aus den Wachstumsregionen.

Ein bislang wenig erschlossenes Wachstumssegment im Telco-Bereich sind Geräte und Services für die Zielgruppe 50 plus der Industrieländer. Gerade diese verfügen über ausreichende Mittel und haben Bedarf an geeigneten Angeboten. Weiteres Potenzial birgt der Machine-to-Machine (M2M)-Markt, da lediglich zwei Prozent der PCs, KFZs, Frachtcontainer etc. über SIM-Karten an die Mobilfunknetze angebunden sind.

Ein Risikomarkt in 2008 sind hingegen die immer komplexeren und multifunktionaleren mobilen Endgeräte: Zum Beispiel werden immer mehr Mobiltelefone mit GPS ausgestattet, der tatsächliche Nutzen ist jedoch schwer einzuschätzen. Endgerätehersteller und TK-Dienstleister können so in eine Kosten- und Komplexitätsfalle geraten.

"Das Jahr 2008 bietet insgesamt spannende Perspektiven für Unternehmen aus dem TMT-Sektor - insbesondere durch die fortschreitende Technologie- und Medienkonvergenz und die weitere Öffnung für Internetinhalte", resümiert Dr. Andreas Gentner.

Die ausführlichen Predictions finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0%2C1015%2Ccid%25253D187352%2C00.html zum Download.

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