Bundesvereinigung Lebenshilfe

Bessere medizinische Versorgung für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung gefordert
Fachtagung "Gesundheit fürs Leben" verabschiedet Potsdamer Erklärung

Potsdam (ots) - Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sollen an der Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben. Dazu gehört auch, dass sie bedarfsgerecht medizinisch versorgt werden können. Allerdings gibt es noch immer zu wenig Ärzte und Kliniken, die ausreichend auf Patienten vorbereitet sind, die sich nur schwer verständlich machen können oder ängstlich reagieren. Zudem ist das Zeitbudget für die Diagnose oft zu knapp bemessen. Spezielles Fachwissen wird in Aus- und Weiterbildung entweder gar nicht vermittelt oder kommt zu kurz. Das beklagen die mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung "Gesundheit fürs Leben", die für zwei Tage im Kongresshotel Potsdam zusammengekommen sind. In ihrer Potsdamer Erklärung fordern sie deshalb eine bessere medizinische Versorgung für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung.

Aus ganz Deutschland hatten die Bundesvereinigung Lebenshilfe und die Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung Ärzte, Fachleute der Behindertenhilfe und des Gesundheitswesens, Vertreter der Krankenkassen, Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Angehörigen für den 15. und 16. Mai nach Potsdam eingeladen. Sie alle haben Erfahrungen mit den Tücken des deutschen Gesundheitssystems gemacht.

Die Potsdamer Erklärung nimmt die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beim Wort. Seit März ist die internationale Übereinkunft deutsches Recht und verspricht freien Zugang zu Gesundheitsleistungen und ein selbstverständliches Recht auf Gesundheit für alle Menschen, mit und ohne Behinderung.

Die Erklärung ist im Anschluss an die Tagung im Internet unter www.gesundheitfuersleben.de zu finden.

Pressekontakt:

Peer Brocke
Bundesvereinigung Lebenshilfe
für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
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