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Südwest Presse: Kommentar zu Energienetz Unter Strom

Ulm (ots) - Im Norden bläst der Wind, so kräftig, dass viel mehr Ökostrom produziert werden kann, als vor Ort benötigt wird. Im Süden dagegen droht elektrische Energie zur Mangelware zu werden, weil hier die letzten Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden. Für den Transport des Stroms müssen gigantische Stromautobahnen gebaut werden. Das kommt endlich voran, nachdem die Netzbetreiber Korridore für die Trassen vorgelegt haben. Sie werden jetzt mit den betroffenen Bürgern diskutiert. Das zeigt: Betreiber und Politik haben gelernt, dass sie nur mit einer frühzeitigen Beteiligung für die nötige Akzeptanz sorgen können. Dabei sind sie ihnen weit entgegengekommen mit dem Versprechen, die Kabel nach Möglichkeit unter der Erde zu verlegen. Das sollte manche Ängste verringern, ob vor Strahlung oder vor hässlichen Strommasten. Allen Betroffenen wird man es nie recht machen können, schon weil auch Erdkabel Nachteile haben. Erst einmal müssen große Kanäle gebuddelt und zumindest durch Wälder Schneisen geschlagen werden. Zwei Dinge sollten Betroffene bedenken, die überlegen, ob und wie sie die Leitungen noch verhindern können: Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose. Irgendwie muss er transportiert werden, und das in großen Mengen. Zudem kosten die Erdverkabelung und die Zeitverzögerung alle Stromverbraucher viel Geld. Das trifft gerade Geringverdiener. Auch die Belastbarkeit dieser Bürger hat Grenzen.

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