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Südwest Presse: Kommentar: AFD

Ulm (ots) - Ein Signal ist gesetzt, mehr nicht. Eine Mehrheit der AfD-Fraktion wollte gestern, dass;Wolfgang Gedeon ausgeschlossen wird. Offen ist dennoch, ob die Trennung wirklich gelingt von dem Abgeordneten, der mit seinem veröffentlichten, unstrittig antisemitischen Gedankengut die rechtsnationale Landtagstruppe, schon bevor der Parlamentsbetrieb richtig gestartet ist, in allerschlechtestes Licht gerückt hat. So sehr, dass sich sogar der AfD-Bundesvorstand einschaltete und den Parteiausschluss des 69jährigen einstigen Arztes fordert.Und doch sollen noch zwei Wochen für weitere Prüfungen ins Land gehen. Zu prüfen aber ist da nichts mehr, wenn man die unsäglichen;Zitate nachliest. Eher drängt sich der Eindruck auf, dass die Mehrheit offenkundig nicht ausreichend groß gewesen ist. Mindestens zwei Drittel der Mitglieder müssen am Ende für den Rauswurf votieren. Scheint also ganz so, als müsse Fraktionschef Jörg Meuthen noch einige bearbeiten, damit Gedeon im parlamentarischen Abseits landet.Und dann bleibt immer noch die Frage, ob der so gern als Saubermann auftretende Meuthen nicht wieder mal bloß taktiert. Wegen der "erwartbaren medialen Ausschlachtung" wollte er schon vor über zwei Jahren Positionen Gedeons keinem größerem Parteikreis zugänglich machen. Gleichzeitig versicherte er diesem, in vielen Punkten auf seiner Wellenlänge zu liegen. Die Nagelprobe für Meuthen kommt erst noch.

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