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Südwest Presse: Kommentar: IS-Terror

Ulm (ots) - Wieder haben deutsche Sicherheitsbehörden den islamistischen Terroristen einen Strich durch die Rechnung gemacht und erneut einen Anschlag verhindert, dessen Ziel konkret feststand. Das zeigt dreierlei: Erstens, dass Deutschland keineswegs nur Rückzugsraum für Terroristen ist, sondern Anschlagsziel. Ein Blutbad in der Düsseldorfer Altstadt, der als längsten Theke Deutschlands bekannt und beliebten Ausgehmeile, hätte dem Grauen in Paris in nichts nachgestanden - und wieder einmal wäre ein Ort westlich-freier Lebensgestaltung Ziel gewesen. Zweitens, dass die Befürchtung, unter die Flüchtlinge auf der Balkanroute könnten sich Attentäter der Terrororganisation IS befinden, keineswegs übertrieben war. Und drittens, dass die Arbeit der Sicherheitsbehörden offensichtlich gut funktioniert - auf Basis der bereits bestehenden Sicherheitsgesetze. Deutschland wird im Visier der Terroristen bleiben, denn die Bundesregierung unterstützt den Kampf der internationalen Koalition gegen den IS im Nahen Osten. Eine schärfere Kontrolle aller einreisenden Flüchtlinge an den Grenzen ist zwingend. Doch der Fahndungserfolg darf nicht zur Stunde der Scharfmacher werden - weder derer, die Flüchtlinge und Muslime pauschal diffamieren noch jener, die jeden vereitelten Anschlag zum Anlass nehmen, die Schraube der verdachtslosen Überwachung aller Bürger nochmals um eine Umdrehung anzuziehen.

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