Südwest Presse

Südwest Presse: KOMMENTAR · SWP zu PEGIDA UND GEWALT Neue Eskalationsstufe

Ulm (ots) - Köln. Immer wieder Köln. In der Stadt am Rhein wird wie unterm Brennglas die komplexe, kaum mehr durchschaubare, ungute Gemengelage in der ganzen Rebublik sichtbar. Jetzt also am Rhein Demonstrationen von Rechts und Links, wobei festgehalten sein muss: Die Gewalt gegen Polizeibeamte und Passanten ging aus von der Pegida-Demo mit vielen Rechtsradikalen. Erreicht ist damit eine neue Eskaltionsstufe. Die, die gern Recht und Ordnung einfordern, begnügen sich nicht mehr mit verbaler Gewalt gegen Fremdes und Flüchtlinge, sie werden gewalttätig - ausgerechnet gegen jene, die für Recht und Ordnung sorgen sollen. Das hat die Kölner Polizei diesmal getan. Anders als an Silvester, als sie mehr oder weniger orientierungs- und tatenlos den sexuellen Übergriffen von nordafrikanischen Männern auf Frauen zusahen, gingen die Polizeibeamten diesmal organisiert vor und beendeten entschieden das gewalttätige Treiben. Das zurück gewonnene Vertrauen mag erst mal gering sein. Das Zeichen, das davon ausgeht, ist höher zu bewerten: Vor wild gewordenem Mob gibt der Rechtsstaat nicht klein bei. Dieses Prinzip muss gelten für jede Gewalt. Erst recht in der aufgewühlten deutschen Stimmungslage. Es ist klar zu machen, um welche Werte es geht: Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung von Menschenrecht und Menschlichkeit. Sie sind zu vermitteln. Jedem durch jeden - an seinem Platz. Nicht nur in Köln.

Pressekontakt:

Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Südwest Presse

Das könnte Sie auch interessieren: