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Südwest Presse: KOMMENTAR · BEVÖLKERUNG

Ulm (ots) - Jetzt reagieren

Baden-Württemberg verändert sich in den nächsten 15 Jahren deutlich. Die Zahl der Einwohner wird nicht nur steigen - Städte und Dörfer bekommen auch ein neues Gesicht. Das stellt die Kommunen vor schwierige Aufgaben. Sie müssen reagieren. Und zwar jetzt. Wenn sich Metropolen wie Stuttgart einen Speckgürtel umlegen, bedeutet das neue Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Viele Straßen sind schon jetzt für Stunden am Tag verstopft. Auch der Wohnungsmarkt braucht ergänzend zum Privatsektor wieder eine steuernde kommunale Hand. Viele Familien können sich in Boomregionen die Mietpreise nicht mehr leisten. Der Wettbewerb wird dort noch stärker werden - und damit die Verdrängung der nicht ganz so Einkommensstarken. Noch herausfordernder wird es, Antworten für die steigende Zahl von Hochbetagten zu finden. Viele von ihnen können sich lange selbst versorgen. Vorausgesetzt es gibt ein unterstützendes Umfeld. Sie brauchen funktionierende Nachbarschaften, eine Basisversorgung an Läden und Ärzten. Die Grundlagen für quartiersbezogenes Wohnen können - nein müssen - jetzt von den Kommunen geschaffen werden. Städte, die heute an diesem Punkt sparen, werden morgen über Sozialhilfe-Zuschüsse bei Heimaufenthalten zur Kasse gebeten. Auch für den ländlichen Raum braucht es neue Netzwerke. Sie zu schaffen, geht nur über die Förderung von Bürgersinn.

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