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Südwest Presse: KOMMENTAR zu AFD Ausgabe vom 20.05.2015

Ulm (ots) - KOMMENTAR zu AFD

Ausgabe vom 20.05.2015 Sie war angetreten, um die sogenannten Altparteien das Fürchten zu lehren. Ursprünglich ging es der Partei mit dem recht anspruchsvollen Namen "Alternative für Deutschland" um den Zustand Europas. Mittlerweile dreht sich alles um die mentale Verfasstheit der AfD-Funktionäre. Es hagelt Erklärungen, Gegenerklärungen, Unterstellungen und Denunziationen. Der Machtkampf in der AfD tobt, und ob sich diese Partei noch bis zu ihrem Parteitag im Juni schleppen kann, ist nicht mehr gewiss. Dabei hatte es ganz gut angefangen. Das konservative, von CDU und FDP vertriebene Bürgertum hatte sich eine neue Heimat geschaffen. Dass man von deutschen Professoren stets gutes Benehmen erwarten kann, war allerdings frühzeitig vom Tisch. Schon der Gründungsparteitag strahlte jede Menge Stammtischempörung aus. Aber das ist alles nichts gegen den Hass und den Unflat, mit denen sich momentan die AfD-Mitglieder bekämpfen. Die ganz, ganz rechten Geister, die Bernd Lucke durchaus selbst gerufen hat, machen ihm nun vielleicht den politischen Garaus. Oder Lucke zieht mit seinen Truppen nach oder sogar noch vor dem Parteitag von dannen. Denn was da als Rettung verkauft wird, ist nichts weiter als der letzte Versuch Luckes, doch noch seine Macht zu sichern. Er wird wohl scheitern. So oder so wird es zur Spaltung kommen. Keiner der Teile wird so stark werden, wie das Ganze war. Deutschland wird es verkraften.

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