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Südwest Presse: KOMMENTAR · VOLKSWAGEN

Ulm (ots) - KOMMENTAR · VOLKSWAGEN

Nichts erreicht Ascheinend hat die Götterdämmerung für den "Göttervater" begonnen, wie Ferdinand Piëch von einem Aktionär einmal genannt worden ist. Der Vertrag von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird verlängert. Der innerste Machtzirkel hat gegen Piëch votiert. Vielleicht spielt das aber auch keine Rolle. Schon einmal wurde ein in Ungnade Gefallener dennoch geschasst: Bernd Pischetsrieder bekam eine Vertragsverlängerung und musste kurz darauf als VW-Chef abtreten. Möglicherweise soll die aktuelle Entscheidung dazu dienen, allen Beteiligten das Gesicht zu wahren. Das wird nicht gelingen, denn der Kampf schadet dem größten europäischen Autobauer. Die Art, wie Piëch Porzellan zerschlägt und andere die Scherben zusammenkehren lässt, ist indiskutabel. Der 600 000-Mitarbeiter-Konzern bekommt mehr Probleme, obwohl Piëch das verhindern sollte. Der Aufsichtsratchef muss sich fragen lassen, warum er jahrelang so wenig gegen den fehlgeleiteten Kurs von Volkswagen getan hat und nun zur Notbremse greift. Auch Piëch hat schon durch schlechte Sparpolitik, überflüssige Modelle und Marken teure Fehler gemacht - zur Rechenschaft gezogen wurde er nicht. Bei VW ist weder die Personaldebatte beendet, noch der Kurs neu justiert oder Vertrauen gewonnen. Winterkorn ist durch den Streit um seine Person geschwächt, Piëch und der Konzern als Ganzes sowieso. Es wird alles noch schlimmer.

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