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Südwest Presse: KOMMENTAR · US-WAHLKAMPF

Ulm (ots) - KOMMENTAR · US-WAHLKAMPF

Verfrühter Optimismus Fast könnte man Hillary Clinton schon jetzt zur Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gratulieren. Ernstzunehmende Gegner aus der eigenen Partei sind nicht in Sicht. Damit werden die demokratischen Vorwahlen, die in einem Dreivierteljahr beginnen, zur reinen Formsache. Und mit jedem Durchmarsch bei den parteiinternen Abstimmungen dürfte bei den Demokraten der Optimismus wachsen, dass Amerika erstmals eine Präsidentin bekommen könnte. Diese Zuversicht wäre allerdings verfrüht. Der Nimbus von Hillary Clintons Unbezwingbarkeit, der vor einem halben Jahr spürbar war, ist längst verflogen. Das liegt zum einen daran, dass die Republikaner zum ersten Mal seit Jahren einen tragfähigen Kandidaten aufstellen könnten. Sollte nach den Vorwahlen Jeb Bush, der frühere Gouverneur von Florida, als Spitzenkandidat antreten, wird es für die frühere First Lady schwer. Andere Hürden auf dem Weg zu einer möglichen zweiten Clinton-Präsidentschaft hat sie sich selbst zuzuschreiben. Als Außenministerin schickte sie sämtliche dienstlichen E-Mails von einem privaten Server aus und weigerte sich jüngst, diesen zur Inspektion freizugeben. Das zementiert in der Öffentlichkeit die Überzeugung, dass sie etwas zu verbergen haben könnte, etwa über die Attacken auf das US-Konsulat in Libyen. Hillarys Qualifikationen sind unbestritten. Doch der Vertrauensfaktor könnte ihr noch zu schaffen machen.

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