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Südwest Presse: KOMMENTAR · ZINSVERSPRECHEN

Ulm (ots) - Abschreckendes Beispiel

Die Finanzbranche hat es derzeit nicht leicht. Der Wettbewerb ist hart, die Zinsen sind im Dauertief. Die Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank gefährdet diverse Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund erwägt die Branche, wie sie die Last früherer Zinsversprechen los wird. Dass Bausparkassen Verträge kündigen, die schon lange überspart sind und von den Kunden als Geldanlage genutzt werden, mag man gerade noch nachvollziehen. Die Art, wie die Sparkasse Ulm ihre Kunden aus langlaufenden Vorsorgeverträgen herausgedrängt hat, ruft dagegen Unverständnis hervor - selbst im Sparkassenlager. Mit ihrem rabiaten Vorgehen gegen die eigene Kundschaft und den juristischen Klimmzügen vor Gericht hat die Sparkasse Ulm das Prinzip der Vertragstreue in Frage gestellt - einen der wichtigsten Grundsätze des öffentlichen und privaten Vertragsrechts. Seit gestern hat es die Sparkasse schriftlich, dass auch sie sich an Verträge zu halten hat und diese nicht kündigen darf, nur weil sie ihr nicht mehr in den Kram passen. Dem Ulmer Sparkassenchef ging es nicht nur ums Geld und ums Prinzip. Man darf ihm getrost unterstellen, dass er Schaden von dem Institut abhalten wollte. Doch er hat das Gegenteil erreicht. Der Imageschaden ist riesengroß - weit über Ulm hinaus. Das Urteil des Landgerichts hat Signalcharakter und entlarvt die Sparkasse als abschreckendes Beispiel.

Abschreckendes Beispiel

Die Finanzbranche hat es derzeit nicht leicht. Der Wettbewerb ist hart, die Zinsen sind im Dauertief. Die Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank gefährdet diverse Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund erwägt die Branche, wie sie die Last früherer Zinsversprechen los wird. Dass Bausparkassen Verträge kündigen, die schon lange überspart sind und von den Kunden als Geldanlage genutzt werden, mag man gerade noch nachvollziehen. Die Art, wie die Sparkasse Ulm ihre Kunden aus langlaufenden Vorsorgeverträgen herausgedrängt hat, ruft dagegen Unverständnis hervor - selbst im Sparkassenlager. Mit ihrem rabiaten Vorgehen gegen die eigene Kundschaft und den juristischen Klimmzügen vor Gericht hat die Sparkasse Ulm das Prinzip der Vertragstreue in Frage gestellt - einen der wichtigsten Grundsätze des öffentlichen und privaten Vertragsrechts. Seit gestern hat es die Sparkasse schriftlich, dass auch sie sich an Verträge zu halten hat und diese nicht kündigen darf, nur weil sie ihr nicht mehr in den Kram passen. Dem Ulmer Sparkassenchef ging es nicht nur ums Geld und ums Prinzip. Man darf ihm getrost unterstellen, dass er Schaden von dem Institut abhalten wollte. Doch er hat das Gegenteil erreicht. Der Imageschaden ist riesengroß - weit über Ulm hinaus. Das Urteil des Landgerichts hat Signalcharakter und entlarvt die Sparkasse als abschreckendes Beispiel.

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