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Südwest Presse: KOMMENTAR zu ISRAEL

Ulm (ots) - KOMMENTAR zu ISRAEL

Ausgabe vom 25.07.2014 Die Menschen, die dieser Tage mit einfachen aber oftmals hasserfüllten Parolen gegen die Kämpfe in Nahost auf die Straße gehen, können sicher sein: In diesem Krieg haben beide Seiten Blut an den Händen. Die Hamas, die sich in Wohngebieten verschanzt und aus dem in Kauf genommenen Tod Unschuldiger politisches Kapital schlagen will. Und Israel, das mit seinen Angriffen auf dichtest besiedeltes Terrain mit vielen zivilen Opfern kalkulieren muss. Flugblätter mit Warnhinweisen, die kurz vor einem Angriff abgeworfen werden, sind nicht mehr als ein Feigenblatt. Sie sollen der brutalen Kriegswirklichkeit einen humanistischen Anstrich geben - und möglicherweise Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen an der palästinensischen Bevölkerungen vorbeugen. Der UN-Menschenrechtsausschuss prüft schon mal. Zum Einlenken bewegen wird das die Kontrahenten nicht. Das schafft nur Druck von außen, der Israel sicher härter trifft. Das Land hat mehr zu verlieren, auch durch ein Flugverbot ausländischer Linien. Einbrüche im Tourismus spürt das Land. Die USA haben ihr Verbot nun zurückgezogen. Mit einer Entspannung auf dem Boden hat der Schritt nichts zu tun. Tel Aviv wird von der Hamas beschossen. Wer kann garantieren, dass jede Rakete rechtzeitig abgefangen wird? Ein Irrtum in diesem Punkt würde das Leben hunderter Zivilisten kosten. Der Preis ist zu hoch. Auch für eine politische Freundschaft.

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