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Südwest Presse: KOMMENTAR · LANDES-CDU

Ulm (ots) - Strobl muss springen

Die innerparteiliche Ruhe, die sich die CDU-Landtagsfraktion mit ihrem hart ausgefochtenen Kompromiss über Fraktionsspitze und Spitzenkandidatur versprochen hatte, ist nicht eingetreten. Vielmehr ist die Diskussion, in welcher Konstellation die Christdemokraten in die Landtagswahl 2016 ziehen wollen, voll ausgebrochen und überdeckt alle Anläufe, wieder mit Sachpolitik zu punkten. Es besteht also Handlungsbedarf für den Landesvorsitzenden Thomas Strobl. Zumal er als potenzieller Spitzenkandidat neben Landtagspräsident Guido Wolf selbst Teil der Debatte ist. Nur Strobl kann jetzt innerparteiliche Klarheit schaffen. Er muss sich zum Einen festlegen, dass er nicht nur vage einen Anspruch auf das Spitzenamt reklamiert, sondern dass er diesen Anspruch tatsächlich geltend macht. Und er muss zum Anderen dazu erklären, dass er so oder so Stuttgart künftig zu seiner politischen Bühne machen wird. Also ob und wo er als potenzieller Ministerpräsident für den nächsten baden-württembergischen Landtag kandidieren will. Denn die Röttgen-Nummer - mal ein bisschen an der Landesliga schnuppern, im Fall des ungünstigen Verlaufs aber einen Hinterausgang nach Berlin offenhalten - die läuft nicht mehr in der CDU. Springt Strobl jetzt nicht, ist das ein Zeichen, dass er selbst nicht recht an seine Siegchance glaubt. So oder so dürften sich die Dinge in der CDU rascher klären, als es den Parteistrategen vorschwebte.

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