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Südwest Presse: Kommentar zur inneren Sicherheit

Ulm (ots) - Auch wenn vor einer wirklichen Gefährdung durch Terroristen in Deutschland seit einigen Tagen dringend gewarnt wird, besteht kein Anlass zu Alarmismus. Gefragt sind sachliche Informationen zu einem Thema, das zutiefst ein Gefühl berührt, das vielen wichtig ist. Wenn es um die eigene Sicherheitslage geht, horchen die Bürger auf. Angst sollten sie sich jedoch nicht machen lassen. Das käme den potentiellen Attentätern und ihrem Bemühen entgegen, in der westlichen Welt Unsicherheit zu säen und deren Lebenskultur anzugreifen. Niemand kann absolute Sicherheit garantieren und natürlich wäre es deshalb naiv, die reale Terrorgefahr zu ignorieren. Zugleich darf man aber schon erstaunt sein über die in aller Öffentlichkeit ausgebreiteten Details angeblicher Attentatspläne - mithin Interna aus verdeckten Ermittlungen internationaler Sicherheitsbehörden. Wer hat Interesse an ihrer Verbreitung, die nicht nur den Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, irritieren dürfte? Politiker, Ermittler oder andere, die Terroristen nervös machen wollen? Zu glauben, davon ließen sich Extremisten abschrecken, wäre ebenfalls hochgradig naiv. Im Zweifel kostete dies das Vertrauen der Bürger. Kanzlerin, ihr Innenminister, Behörden und Politiker aller Parteien befinden sich deshalb auf einer heiklen Gratwanderung. Sie müssen angemessen dafür sorgen, dass keine Panik entsteht, sondern Wachsamkeit. Denn Panik ist Gift für die liberale Gesellschaft.

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