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Südwest Presse: Kommentar zu Stuttgart 21

Ulm (ots) - Schlimmer geht's nimmer - der Stuttgarter Bahnhof nimmt die Dimension des Rathausbaus zu Schilda an. Was auch immer Heiner Geißler mit seinem Vorpreschen in Sachen Baustopp bezweckte - er hat sich völlig verzockt und die Dimension des Problems verkannt. Seine Mission scheint gescheitert, ehe sie richtig beginnt. Stefan Mappus und seine Koalition haben noch am Vortag Anträge auf einen Baustopp im Landtag abgeschmettert. Sie hätten ihre Glaubwürdigkeit verspielt, hätten sie diesen Preis für die Vermittlungsdienste des alten Fuchses gezahlt. Nun allerdings sind nicht nur die Mühen der Befürworter des Tiefbahnhofs dieser gesamten Woche für die Katz, sondern die Ausgangslage hat sich abermals verschlechtert. Die Kritiker der Baupläne werden sich vom kurzen Scheinerfolg ermutigt sehen, in ihrem Protest fortzufahren. Für die Umsetzung der überaus wünschenswerten schnellen Schienenverbindung nach Stuttgart via Landesflughafen ist die neue Entwicklung ein Jammer. Es bleibt aber auch nach diesem Rückschlag kein anderer Weg, als am lange diskutierten und geplanten Projekt festzuhalten. Zu werben, Korrekturen, wo sinnvoll und möglich, anzunehmen und mit Protesten maßvoll umzugehen. Im großen Rest Baden-Württembergs und in der ganzen Republik allerdings wächst das Befremden, wie sehr Landeshauptstadt und Landespolitik sich paralysieren lassen von einem Tiefbahnhof.

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