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Südwest Presse: Kommentar zum Klimawandel

Ulm (ots) - Tja, so ist das mit schleichenden Veränderungen: Im Südwesten war das Jahr 2009 trotz langem Winter im Schnitt fast ein Grad wärmer und niemand hat es bemerkt. Der Vulkanausbruch auf Island hat für einige Tage die Flugzeuge am Boden gehalten, den Treibhauseffekt dämpft die Asche nicht. Der Klimawandel bleibt eine gewaltige Herausforderung. Ihn wegen schwankender Wetterdaten kleinzureden, wäre fatal. Die Menschheit muss die Ursachen bekämpfen, die Folgen eindämmen. Letztere treffen die Deutschen eher dezent. Umso mehr sind alle Industrieländer und diejenigen, die zu ihnen aufschließen, verpflichtet, den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Bitter ist dabei, dass es den Regierungen auf der Erde nicht gelingt, sich auf ein Konzept zu einigen. Völlig falsch wäre aber, daraus zu schließen, in den Staaten, die ein Abkommen blockieren, passiere nichts. Vielen ist klar, dass erneuerbaren Energien, Einspartechniken, Methoden zum Reduzieren des Rohstoffverbrauchs die Zukunft gehört. Land- und Forstwirtschaft begreifen, dass sie sich auf Hitze, Starkregen und lange Trockenperioden einstellen müssen. Deutschland und Europa dürfen also nicht zögern, sich den Veränderungen zu stellen, sonst werden sie abgehängt - mit ökonomischen Folgen, die jene des Klimawandels in unseren Breiten weit übertreffen. Noch zaudern die Politiker im Bund und Südwesten. Wer stehenbleibt, verpasst den Anschluss.

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