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Südwest Presse: Kommentar zu Mixa

Ulm (ots) - Ein Bischof muss nicht jedem gefallen - der Augsburger Walter Mixa tut es nicht und hat darauf auch nie Wert gelegt. Dafür provoziert er zu gern. Doch ein Bischof muss untadelig sein. Das ist der Anspruch, den die Bibel an das Amt erhebt. Und daran hapert es bei Mixa. Untadelig ist der Augsburger nach dem Lügen-Eingeständnis zu den Missbrauchsvorwürfen nicht mehr - unabhängig davon, was von den fragwürdigen Finanztransaktionen der Schrobenhausener Waisenhausstiftung an ihm als damals Verantwortlichem hängen bleibt. Mit Aussitzen - und auch mit der nun vom obersten deutschen Bischof empfohlenen inneren Einkehr - lässt sich die jetzige Krise nicht mehr beheben. Nicht wenige Gläubige haben das Vertrauen in die Kirche verloren. Nicht nur in Augsburg. Eine echte Auseinandersetzung mit den Ursachen der Krise, gar eine Läuterung, trauen viele den kirchlichen Amtsträgern nicht mehr zu. In Scharen kehren deshalb Katholiken der Kirche den Rücken. In der Diözese Augsburg stehen auch viele Priester nicht mehr hinter Mixa. Ganz zu schweigen von den Soldaten, die bis vor kurzem auf die Autorität ihres Militärbischofs setzen konnten. Nun geht auch die Bischofskonferenz auf Distanz. Man fragt sich, wie Mixa da sein Amt noch mit Kraft ausführen wollte. Noch sträubt sich der Augsburger. Doch mit jedem Tag des Zögerns vergrößert er den Schaden für das Bischofsamt und die katholische Kirche.

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