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Südwest Presse: Kommentar zur Vulkanwolke

Ulm (ots) - Sicherheit steht für Bundes- verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an erster Stelle. Diese Selbstverständlichkeit hat er zuletzt oft wiederholen müssen, denn es gibt Zweifel. Wer den deutschen Luftraum erst mit der Begründung "Sicherheit geht vor" komplett sperrt und dann mit zu hunderten ausgegebenen Sondergenehmigungen faktisch wieder öffnet, obwohl er doch noch gesperrt ist, der verliert seine Glaubwürdigkeit. Der unglücklich agierende Ramsauer ist dabei auch das Opfer fehlender Regelungen, auf die er sich berufen könnte. Er hat zwar als Verkehrsminister die Hoheit im deutschen Luftraum, ist dabei allerdings zum großen Teil auf Vorgaben aus dem Ausland angewiesen. In London wird festgelegt, wie gefährlich die Asche über Europa ist, die Internationale Zivilluftfahrtbehörde der UN hat unterschiedene Vorgaben zum vielzitierten Sichtflug. Und es gibt keinerlei verlässliche Messungen, ab welcher Asche-Konzentration Gefahr für Flugzeugtriebwerke und damit für Leib und Leben der Passagiere besteht. Es fehlt auch ein Machtwort des Ministers zum unsäglichen Hin- und Herschieben der Verantwortung. Zum Wohle der auf die Öffnung des Luftraums dringenden Fluggesellschaften wurde sie auf das schwächste Glied - die Piloten - abgewälzt. Zumindest sollte Ramsauer jetzt wissen, was er zu tun hat: für Klarheit sorgen. Isländischen Vulkane haben einen langen Atem, mit Sicherheit.

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