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Südwest Presse: Kommentar zur Verkehrinfrastruktur

Ulm (ots) - Stuttgart setzt im Kampf um zusätzliche Mittel für die Verkehrsinfrastruktur auf eine neue Strategie. Bislang haben führende Landespolitiker oft gefordert, dem "Aufbau Ost" müsse nun ein "Ausbau Südwest" folgen. Da ist zwar einiges dran, da Baden-Württemberg als starker Wirtschaftsstandort und als Transitland unter besonders starkem Verkehrsaufkommen und vielen Staus leidet. Aber erfolgreich war die "Wir-und-nicht-die-anderen"-Taktik nicht. Denn wer Bundesgelder will, braucht neben Argumenten auch Verbündete. Die neue Landesverkehrsministerin Tanja Gönner geht taktisch geschickter vor: Sie hat es geschafft, ein buntes Länderbündnis zu schmieden, das gemeinsam zusätzliches Geld für Schiene und Straße fordert. Dass Verkehrsmaßnahmen der noch immer schwächelnden Wirtschaft Impulse geben, dürfte ihren Vorstoß beflügeln. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wird den Ruf gern vernehmen - stärkt er doch seine Position gegenüber Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Doch selbst wenn die Länder einen (Teil-)Erfolg erzielen sollten: Die Staus werden sich so schnell nicht auflösen. Zu groß ist die Wunschliste, zu teuer der Bau von Autobahnen, der pro Kilometer rasch zehn Millionen Euro kostet. Angesichts leerer Kassen gilt es daher auch, die Wunschlisten zu kürzen - und sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es auf Dauer ohne neue Finanzierungsformen wie der Pkw-Maut nicht gehen wird. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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