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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Fussball

Ulm (ots) - Keine Frage: Was am vergangenen Samstag im Berliner Olympiastadion passiert ist, ist durch nichts zu entschuldigen. Die Fußball-Fans, die den Rasen gestürmt haben, müssen mit einem lebenslangen Stadionverbot belegt werden. Die Identifikation der Rüpel sollte nicht schwer fallen. Nun jedoch nach noch härteren Gesetzen zu schreien, nach Zäunen und personalisierten Eintrittskarten oder gar nach der Abschaffung von Stehplätzen, ist der falsche Ansatz. Genauso wenig zielführend ist die Kritik an den Fanprojekten. Alleine kompetente sozialpädagogische Arbeit an den Brennpunkten der Fanszene und eben keine Ausgrenzung kann dazu führen, das Gewaltpotenzial abzubauen. Jetzt schon werden Anhänger bei der Anfahrt ins Stadion von der Polizei "begleitet" und regelrecht eingepfercht in die Blocks der neuen Event-Arenen. Dass diese Ultras und wie sie sonst heißen überhaupt noch Stimmung machen und damit den aufregenden Rahmen für den Kommerz mit dem Ball liefern, ist schon mehr als verwunderlich. Nicht weniger, nein mehr Geld brauchen die Fanprojekte. Das Land Baden-Württemberg hat erstmals vor einem Jahr Mittel bereitgestellt. An der Unterstützung von Fanprojekten sollten sich vermehrt auch die Vereine beteiligen. Die Einsätze der Polizei zu bezahlen, die mit einem gesellschaftlichen Problem konfrontiert werden und nicht mit einem fußball-spezifischen, ist nicht Aufgabe der Klubs. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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