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Südwest Presse: Kommentar zum Klimaschutz

Ulm (ots) - Tarifrunden, EU-Gipfeltreffen und Klimaverhandlungen haben ein Ritual: Feilschen bis zum Schluss. Warum? Man will denen Zuhause zeigen, dass bis zur Erschöpfung um die allerletzte Stelle hinter dem Komma gerungen wird. In Kopenhagen wird wohl bis zur letzten Sekunde verhandelt, denn die Staatengemeinschaft muss einen großen Schritt tun, um den Klimaveränderungen ihre dramatischen Folgen zu nehmen. Das Problem dabei: Sie dürften erst Ende dieses Jahrhunderts auftreten. Vorausschauen ist aber nicht die Stärke der Politik. Deshalb prescht kein Staatschef vor. Demokratiekritiker können dabei lernen: Je größer die Macht eines Repräsentanten im eigenen Land ist, um so hartnäckiger pokert er. Es geht also um Egoismen statt um Verantwortung für die Menschheit auf diesem Globus. Dabei ist klar: Die Industriestaaten müssen vorangehen und weitreichende Reduktionsziele für Treibhausgase festlegen. Ihre Industrialisierung hat den Treibhauseffekt hauptsächlich verursacht. Schwellenländer wie China müssen mitziehen, sonst steigen die Klimagase nur aus einer anderen Region in die Atmosphäre. Den armen Ländern ist so zu helfen, dass sie ihre Entwicklung auf einem umweltfreundlichen Fundament aufbauen. Das ist nicht preiswert, aber zukunftsfähig. Schielen die Regierungen hingegen weiter auf vermeintliche ökonomische Vor- und Nachteile, erreichen sie viel zu wenig - für alle Erdenbürger. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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