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Südwest Presse: Kommentar zu Grippe-Impfstoff

Ulm (ots) - Kaum zu glauben, was die Bundesregierung den Bürgern bei der Impfaktion zur neuen Grippe zumutet. Stärker verwirren kann sie die Menschen kaum. Dass das Bundesgesundheitsministerium mit dem Glaxo-Konzern 2007 einen Geheimvertrag über das Bereitstellen eines Impfstoffes schloss, war schon alles andere als vertrauenerweckend. Dass die Bundesbehörden Schwangeren von diesem Präparat ausdrücklich abraten, sorgt - was passiert mit Kleinkindern? - für neue Zweifel. Genährt werden sie noch durch Beschlüsse der US-Behörden. Sie ließen den Stoff mit Wirkverstärker nicht zu. Doch den Gipfel der Unverfrorenheit haben die Berliner Staatenlenker jetzt erreicht. Für sie und ihre Beamten gibt es das risikoärmere Präparat. Und ein Schelm, wer den Grund dafür darin sucht, dass es um 75 Prozent preiswerter ist als das der Konkurrenz. Nein, "unglücklich" ist im Vorfeld der Massenimpfung nichts gelaufen. Es ist ein Skandal, wie Verantwortliche bei der Gesundheitsvorsorge mit zweierlei Maß messen. Es ist extrem unverantwortlich, Bürger so zu verunsichern. Es wirkt überaus peinlich, dass Sonderwege für Politiker und Bürokraten noch mit scheinheiligen Argumenten gerechtfertigt werden. So verspielt man den Rest an Vertrauen vorsätzlich und gefährden das Ziel, eine Grippeepidemie zu verhindern. Nun reagiert wenigstens das Virus nicht mit Aggression auf dieses Vorgehen. Hoffentlich bleibt es so. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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