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Südwest Presse: Kommentar zu Amokläufen

Ulm (ots) - Erfurt, Winnenden - und jetzt Ansbach. Wieder ist ein Schüler zum Amokläufer geworden. Die Bilder wiederholen sich. Sie zeugen von Gewalt, Schock und Entsetzen - nicht nur bei Schülern, Eltern oder Lehrern, sondern auch bei all jenen, die abseits des Tatorts von der traurigen Nachricht erfahren haben. Ein schwer bewaffneter 18-Jähriger hat acht Mitschüler und einen Lehrer verletzt. Es sind die an den Tatort geeilten Politiker, die darauf verweisen, dass die in Bayern "fortentwickelten Einsatzkonzepte greifen". Doch ist das der Weisheit letzter Schluss? Dass nicht mehr passierte, ist offenbar einem couragierten Schüler zu verdanken, der per Handy die Behörden informierte. Die Polizei war deshalb schnell in dem Gymnasium und überwältigte den Amokläufer. Nach Winnenden hat es viele Vorschläge zur Erforschung und Vorbeugung solcher einsamen Taten gegeben. Doch Konzepte brauchen Zeit, bis sie wirken. So auch das vom Bund initiierte Frühwarnsystem für Schulen, das von Oktober an aufgebaut werden soll. Schon jetzt können sich Schulen mit Sprechanlagen, Amokalarmsignalen oder Tür-Sicherungen schützen. Klar ist aber auch: Mit solchen Dingen sind Gewaltausbrüche wie der des jungen Manns in Ansbach letztlich nicht zu verhindern. Wieder fragen sich viele, warum jemand Amok lief. Wir wissen es - noch - nicht. Der Täter hat überlebt und könnte Antworten geben. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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