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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Arbeitsmarkt

    Ulm (ots) - Bitter, bitter, muss man mit Blick auf den Arbeitsmarkt im Südwesten sagen. Ausgerechnet zum Ende des Ferienmonats August hat die weltweite Rezession den Arbeitsmarkt im Land erreicht. Seit dem Krisensommer 1993 musste er keinen vergleichbar starken Anstieg der Zahl der Stellensuchenden mehr hinnehmen wie das Plus von mehr als 34 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres. Wirklich überraschen konnte dies niemanden, wenn man bedenkt, dass sich im bisherigen Jahresverlauf das Neugeschäft der Firmen im Land fast halbiert hat. Es muss schon ziemlich rasch und möglichst auch deutlich bei den Aufträgen wieder nach oben gehen, wenn uns auf absehbare Zeit allmonatliche Negativnachrichten vom heimischen Arbeitsmarkt erspart bleiben sollen. Weil die Wirtschaft des Landes nicht nur entscheidend von der massiv krisengebeutelten Industrie geprägt, sondern auch noch außerordentlich exportlastig ist, gilt in jedem Fall, dass der langjährige Arbeitsmarkt-Primus unter den Bundesländern so schnell keine Chance bekommen wird, Bayern wieder vom Spitzenplatz zu verdrängen. Dessen ungeachtet können nicht zuletzt die  Betroffenen froh sein, dass sich die Kurzarbeiterregelung auf dem Arbeitsmarkt der Republik als überaus hilfreicher Puffer erwiesen hat. Die vom SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz betriebene Verlängerung bewährt sich hoffentlich auch in den nächsten Monaten.

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