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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Arbeitsagenturen

    Ulm (ots) - Damit war zu rechnen: Sobald die Arbeitslosenzahlen ansteigen, rückt die Rolle der Bundesagentur für Arbeit ins Blickfeld. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat sie jetzt ermahnt, die Vermittlung zu verbessern. Darin wird ihn jeder Personalchef und jeder Handwerksmeister mit einschlägiger Erfahrung unterstützen. Arg neu ist die Anregung freilich nicht. Vermutlich ist die Vermittlungsarbeit der Nürnberger Agentur auch mit der Reform der früheren Behörde spürbar besser geworden. Verbesserungswürdig ist aber auch die Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Arbeitsagentur. Wenn nur jede zweite offene Stelle von den Firmen den Vermittlern gemeldet wird, zeugt dies von keinem guten Vertrauensverhältnis. Hier, im eigenen Lager, könnte Hundt noch reichlich Überzeugungsarbeit leisten. Natürlich ist die passgenaue Besetzung eines Arbeitsplatzes eine schwierige Sache. Verständlich verärgert ist jeder Betrieb, dem ein unwilliger und/oder unfähiger Bewerber empfohlen wird. Aber das Gegenteil gibt es in der Praxis nicht minder: Die Dankbarkeit des Arbeitslosen für seinen neuen Arbeitsplatz, die ihn zu besonderer Motivation antreibt. Es hilft wenig, in Vorurteilen steckenzubleiben, auch wenn sie sich immer wieder aufs Neue bestätigen. Schrittweiser Fortschritt ist nur von beiden Seiten aus zu erreichen: Mit jedem Arbeitslosen, der seine Chance auch nutzt. Doch dazu muss man sie ihm auch geben.

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