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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Schweinegrippe

    Ulm (ots) - Die Nachrichten aus Mexiko sind besorgniserregend. Die Schweinegrippe ist ausgebrochen und hat dort erste Tote gefordert. Die Weltgesundheitsorganisation sieht deshalb völlig zu Recht einen Gesundheitsnotfall internationalen Ausmaßes. Von einer Pandemie zu reden, wäre fürwahr zu früh, obgleich das neuartige Virus sehr wohl das Potenzial dazu hat. Weil das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, besteht weltweit aller Anlass zu einer außerordentlichen Wachsamkeit. Niemand vermag derzeit die Gefährlichkeit des neuen Virus einzuschätzen, weil nicht klar ist, wie effektiv es übertragen wird. Ein Impfstoff fehlt naturgemäß noch, und die Frage, wie wirksam frühere Impfungen sind, lassen Wissenschaftler derzeit ebenfalls unbeantwortet. Doch wenn sich Hinweise aus den USA bewahrheiten, dass die Grippemedikamente Tamiflu und Relenza bei frühzeitiger Einnahme helfen könnten, hätten sich im Nachhinein die erheblichen Anstrengungen gelohnt, größere Vorräte der Medikamente während der vergangenen Vogelgrippewelle angelegt zu haben. Seinerzeit war das eine Folge von panikartigen Warnungen vor einer weltweiten Pandemie mit vielen Toten. Doch solche Horrorzahlen haben sich nicht bewahrheitet. Wenige Jahre später profitiert die Welt von den damaligen Erfahrungen. Zwar mag die Angst vor einer Pandemie berechtigt sein, es gibt aber keinen Anlass zur Panik.

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