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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Althaus

Ulm (ots) - Ob Thüringens Ministerpräsident für den Tod der Skifahrerin Beata Christandl im juristischen Sinne verantwortlich ist, wird demnächst ein Prozess in Österreich klären. Politisch dürfte das Urteil jedoch bereits gefallen sein: Ein Politiker, gegen den wegen fahrlässiger Tötung während eines Wahlkampfs verhandelt wird, ist als Ministerpräsident und Zugpferd der stärksten Partei schwer vorstellbar. Alles andere als ein Rückzug von Althaus wäre aus diesem Grund höchst verwunderlich. Der Parteitag der thüringischen Christdemokraten, der den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 30. August kürt, findet am 14. März statt. Kurz zuvor sollte Althaus also seine Parteifreunde wissen lassen, dass er verzichtet. Seine Partei hat sich jedoch auf ihr Zugpferd eingeschworen - wohl wissend, dass hinter ihm eine große Lücke klafft. Und ebenso wissend, dass ohne den Regierungschef viele Prozente und damit politische Posten verloren gehen werden. All die Stellungnahmen, ohne Wenn und Aber zu Althaus zu stehen, klingen deshalb ein wenig hohl. Dazu kommt: Althaus hat nach wie vor große gesundheitliche Probleme. Und wann der CDU-Chef wieder richtig fit sein wird, steht nicht fest. Das sind eindeutig nicht die richtigen Voraussetzungen dafür, Wahlkampf zu machen. Die CDU sollte ihm also die Bürde der Kandidatur ersparen. In Zeiten einer Rezession braucht sie einen Kandidaten, der voll belastbar ist. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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