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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Daimler

    Ulm (ots) - Gewinneinbruch ist ein Wort, das kein Vorstandschef gern in den Mund nimmt. Noch unangenehmer wird das Ganze, wenn es sich bei dem Vorstandschef um einen Manager wie Dieter Zetsche handelt, der im Jahr zuvor über einen satten Gewinnanstieg berichten konnte und sich für 2008 entsprechend hohe Ziele gesetzt hatte. Es tröstet ihn vermutlich wenig, dass auch die Konkurrenz zurzeit schwere Beine hat. Doch trotz der wenig erbaulichen Gewinnsituation bleibt festzuhalten: Immerhin schreibt der Daimler-Konzern noch schwarze Zahlen, sitzt auf einem Finanzpolster von acht Milliarden Euro, hat keine Schulden und auch keine Probleme, sich für Investitionen Geld zu guten Bedingungen zu besorgen. Insofern ist der Stuttgarter Autokonzern noch in einer relativ komfortablen Lage. Wie lange das so bleibt, ist allerdings fraglich. Nicht einmal der erfahrene Auto-Mann Zetsche traut sich eine Prognose darüber zu, wann sich die Märkte erholen werden. Deshalb tut er das, was vernünftig ist: Er fährt auf Sicht, verordnet dem Konzern ein Sparprogramm, investiert in Forschung und Entwicklung und hält sein erfahrenes Personal. Sollte die Talfahrt länger als 2009 anhalten, wird auch Daimler nicht um Einschnitte herumkommen. Auch dafür scheint sich Zetsche zu rüsten: Weshalb sonst hätte er den Ex-Daimler-Manager Wolfgang Bernhard zurückholen sollen? Bernhard gilt als knallharter Sanierer.

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