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Südwest Presse: Kommenbtar: Skiunfälle

    Ulm (ots) - Als im Finale des vergangenen Jahrtausends der Carving-Ski die verschneite Bergwelt eroberte, da veränderte sich das Verhalten der Brettl-Fans auf den Pisten in großem Maße. Die taillierten Skier veranlassten die Hobbyläufer dazu, durch das einfachere Kurvenfahren schneller unterwegs zu sein. Dies verleitet jedoch gelegentlich dazu, das eigene Leistungsvermögen zu überschätzen. So geht's vom Arlberg bis Zermatt auf den Pisten deutlich turbulenter zu als noch vor Jahren. Dass nun auf der Riesneralm mit Thüringens Ministerpräsident Dieter   Althaus und einer 41-jährigen Sportlehrerin zwei Skifahrer folgenschwer ineinander rauschten, die als Könner galten, stimmt traurig und nachdenklich. Der CDU-Politiker musste bei diesem rätselhaften Zusammenprall nicht wie seine helmlose Unfallgegnerin sterben, dies hatte er offensichtlich nur seinem Kopfschutz zu verdanken. Welche Lehren können aus dem Unglück gezogen werden? Zum einen sollten die Helmmuffel umdenken, zum anderen müssten die Fis-Regeln populärer gemacht werden, die zwar keine Straßenverkehrsordnung ersetzen, aber in mehreren Punkten die Pisten-Nutzer - ob auf Skiern oder auf dem Snowboard - zu mehr Rücksichtnahme ermahnen. Schwarze Sheriffs auf weißen Pisten zur Überwachung? Allumfassend nicht möglich. Daher sollte bei allen Schwüngen nicht vergessen werden: Der innere Einkehrschwung. THOMAS GRUBER

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