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Südwest Presse: Kommentar: Vierschanzentournee

    Ulm (ots) - Sekt, Böller und Raketen zu Silvester: Für viele von uns gehört dies fest zum Jahreswechsel - auch wenn uns der Verstand sagt, das alles ist Schall und Rauch und absolut verzichtbar. Auch die Sportinteressierten kennen ein ähnliches jährlich wiederkehrendes Ritual: Die Vierschanzentournee. Zum Sprung ins neue Jahr gehören die Skispringen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen genauso dazu wie für den Kulturbeflissenen das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Januar. In einer immer hektischer werdenden Zeit bietet die Vierschanzentournee einen festen Anker im Jahreslauf. Auf sie ist Verlass. Noch konnte der gefürchtete Klimawandel die Veranstaltung nicht nachhaltig stören. Ein einzelnes Springen mag mal vom Winde verweht werden. Doch dank Schneekanonen ist der weiße Untergrund gesichert - was uns beruhigt: Solange es die Tournee gibt, wird alles schon nicht so schlimm kommen. Lange hatte die Veranstaltung so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Sie war an diesen sportlich ereignisarmen Tagen nahezu konkurrenzlos. Inzwischen versuchen andere Disziplinen an den Springer-Erfolg anzuknüpfen. Doch dies wird den Langläufern mit ihrer Tour de Ski nicht gelingen. Selbst wenn Skispringen seinen größten Hype nach dem Rücktritt von Sven Hannawald hinter sich hat: Die Vierschanzentournee wird immer eine Attraktion bleiben.

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