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Südwest Presse: Kommentar zur Konjunktur

    Ulm (ots) - Wieder eine Hiobsbotschaft: Diesmal vom Ifo-Institut zum Weltwirtschaftsklima. So miserabel war es seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall, so die Botschaft. Keine Frage, die Weltwirtschaft ist längst auf Schrumpfkurs. Nur: Je öfter man die Rezessions-Hysterie an die Wand projiziert, desto wahrscheinlicher ist, dass es vor lauter Schockstarre bei Unternehmen wie Verbrauchern am Ende sogar noch schlimmer kommt. Denn klar ist auch, der schwerste Rückschlag der Weltwirtschaft seit Jahrzehnten wird genau die Länder am härtesten treffen, die in Zeiten des globalen Booms am meisten profitierten - also Deutschland, den Exportweltmeister vorneweg. Den Kopf in den Sand zu stecken, wäre das Falscheste. Deshalb ist dies auch kein Plädoyer für eine Vogel-Strauß-Politik. Wohl aber dafür, sich unaufgeregt auf die Stunde der Wahrheit vorzubereiten. Denn wie steil, wie tief und vor allem, wie lange es tatsächlich wirtschaftlich nach unten geht, steht noch immer in den Sternen. Dies umso mehr, als der Instrumentenkasten reichlich übersichtlich ist, mit dem Politik und Notenbanken einer Wirtschaftskrise entgegentreten können. Keine noch so radikale Leitzinssenkung und kein noch so umfangreiches Konjunkturpaket werden in der Lage sein, die rund um den Globus nötigen realwirtschaftlichen Anpassungsprozesse aus der Welt zu schaffen. Mehr als abfedern wird nicht drin sein.

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