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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Hessen

    Ulm (ots) - Schon zwei Mal ist Andrea Ypsilanti - gegen den Rat ihres früheren Partei-Vorsitzenden Kurt Beck - mit dem Kopf gegen die gleiche Wand gelaufen. Das Ergebnis: Die Wand steht noch, aber sowohl die verhinderte Ministerpräsidentin wie auch ihre Partei haben dabei empfindliche Blessuren davongetragen. Ihre Glaubwürdigkeit ist ramponiert, der Parteifriede gestört. Einen dritten Anlauf will sich die hessische SPD-Vorsitzende ersparen. Das liegt nicht nur in ihrem eigenen Interesse, sondern entspricht auch den Erwartungen der Bundespartei und einer großen Mehrheit der SPD-Anhänger. Bei allem Respekt vor ihrem beherzten Einsatz im letzten Wahlkampf - Andrea Ypsilanti hat seither zu viele Fehler gemacht, um mit Aussicht auf Erfolg erneut ins Rennen zu gehen. Bei der Neuwahl die unvermeidlichen Verluste in Grenzen zu halten, wird ohne Ypsilanti schwer genug, mit ihr wäre es unmöglich gewesen. Was Ende Januar für die Genossen wie die Verheißung auf die Macht in Wiesbaden begann, mündete alsbald in jene "hessischen Verhältnisse", in denen sich die SPD heillos verhedderte. Jetzt kann die Partei nur hoffen, dass sie bei der Neuwahl einigermaßen glimpflich davonkommt. Sonst muss die neuformierte SPD-Führung ihre Gewinnerwartung für das Superwahljahr 2009 nach unten korrigieren, noch ehe sie bei der angekündigten Aufholjagd in der Wählergunst richtig Fahrt aufgenommen hat.

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