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Südwest Presse: Kommentar zu Daimler

    Ulm (ots) - Vielleicht war der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern in einem chinesischen Daimler-Werk kein gutes Omen. Der Autobauer musste am gleichen Tag in Deutschland einen Absatzeinbruch und Gewinnrückgang mitteilen. Ein Sparkurs ist nötig. Stellenstreichungen werden wahrscheinlicher. Dabei unterschied sich die Hiobsbotschaft von früheren: Daimler-Chef Dieter Zetsche räumte indirekt auch hausgemachte Probleme ein. Gefragt sind derzeit kleinere, benzinsparende, zukunftsweisende Autos. Doch sowohl beim Antrieb aus Benzin und Elektro, dem Hybrid, als auch beim reinen Elektroantrieb haben andere die Nase vorn. Daimler hat einige mehr oder weniger interessante Prototypen zu bieten - das war's. Ab 2011 sollen sie verkauft werden. Sollen. Deshalb ist die Ursachen der Probleme des Unternehmens neben der globalen Konjunkturkrise und Benzinteuerung auch: Daimler ist kein Schrittmacher mehr. Technologisch können andere längst mehr. Doch ein erster Schritt zur Besserung ist getan. Zetsche übt Selbstkritik, sieht das Problem auch im Unternehmen und dadurch bei sich selbst. Er will viel Geld für Forschung und Entwicklung in die Hand nehmen. Auf Daimler kommen harte Zeiten zu. Gut, dass Zetsche die Parole ausgibt: "Daimler war immer am stärksten, wenn es wirklich darauf ankam." Denn jetzt kommt es darauf an.

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