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Südwest Presse: Kommentar zu Afghanistan

Ulm (ots) - Es ist stets ein Schock, wenn einer unserer Bundeswehrsoldaten durch einen Gewaltanschlag ums Leben kommt. Es sind auch mehr als bloße Floskeln, wenn nun den betroffenen Familien unser Mitgefühl gilt. Wer die politische Entscheidung mitträgt, junge Menschen in gefährliche Gegenden der Welt zu schicken, den muss die Verantwortung dafür einfach bedrücken, wenn sie dabei getötet werden. Jedem Entscheidungsträger, aber auch uns als Volk muss jedoch klar sein, dass in einem terroristischen Umfeld solche Anschläge immer wieder vorkommen werden. Allein auf den eigentlich humanitären Auftrag der Soldaten zu pochen, hilft rein gar nichts gegen gewaltbereite Überzeugungstäter, die nicht differenzieren können und dies auch gar nicht wollen. Deutschland hat sich nun mal entschieden, seinen Teil Verantwortung in der globalen Politik zu übernehmen und muss nun auch die bitteren Seiten mittragen. Auf einem anderen Blatt steht, ob das Engagement in Afghanistan auch zielgerichtet ist. Mag die normale Bevölkerung die Bemühungen der Deutschen auch schätzen, an der allgemeinen Sicherheitslage hat sich nicht allzu viel verbessert. Der Aufbau einer auch nur einigermaßen schlagkräftigen einheimischen Polizei, die terroristische Aktivitäten eindämmen könnte, kommt nach Aussagen von Experten kaum voran. So mahnt jeder Tote zumindest ein Nachdenken über die eigene Strategie an. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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