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Südwest Presse: Kommentar zur Konjunktur

Ulm (ots) - Aus und vorbei. Der weltweite Boom liegt in den allerletzten Zügen. Und dies hat mit der Finanzkrise bislang noch kaum etwas zu tun. Vor allem anderen hat die gewaltige Ölpreisexplosion dem Aufschwung den Garaus bereitet. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise in den USA, die der Zusammenbruch des Immobilienmarktes auslöste. Den Europäern erwuchs aus dem Euro-Höhenflug eine harte zusätzliche Belastung. Dass der Exportweltmeister Deutschland, der vom globalen Aufschwung am meisten profitierte, vom Abschwung besonders hart getroffen wird, kann nicht wirklich überraschen. Vor diesem Hintergrund wird man von Glück sagen können, wenn sich die Stagnations-Prognose des Herbstgutachtens als zutreffend erweisen sollte. Wie intensiv und vor allem wie lange der wirtschaftliche Rückschlag ausfallen wird, lässt sich derzeit ohnehin nicht vorhersagen. Der Grund: Niemand weiß, wie es mit der Finanzkrise weiter- geht. Und vor allem, wie schwer sie die Realwirtschaft belastet. Gerade deshalb rächt es sich jetzt besonders, dass die Bundesregierung die ungewöhnlich günstige Gelegenheit eines drei Jahre anhaltenden Aufschwungs nicht genutzt hat für eine tatsächliche Konsolidierung des Bundeshaushalts. Jetzt sind Schwarz-Rot die Hände gebunden und die Groß-Koalitionäre können nichts anderes machen, als den abschwungsbedingten Anstieg der Staatsverschuldung hinzunehmen. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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