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Südwest Presse: Kommentar zur CSU

Ulm (ots) - Kurz vor Ende der Wiesn macht die CSU noch ein richtiges Fass auf. O'zapft is, aber arg friedlich geht es nicht zu. Die Wut der Basis über das Wahldesaster ist mit den Rücktritten von Parteichef und Generalsekretärin keineswegs verraucht: Auch der Kopf des Ministerpräsidenten Beckstein soll noch rollen. Logisch wäre das, denn als Spitzenkandidat saß er nicht nur mit Huber auf dem Tandem, sondern sogar am Lenker. Und nur Maßarbeit hat er wahrlich nicht geleistet in seiner kurzen Amtszeit. Horst Seehofer, dem designierten neuen starken Mann an der Parteispitze, wird das nicht gefallen. Zum einen, weil es keine überzeugende Alternative gibt. Weder Innenminister Joachim Herrmann noch Fraktionschef Georg Schmid, wegen seines Hangs zu Leutseligkeit und Händedruck auch als "Schüttel-Schorsch" bekannt, wären überzeugende Anwärter auf Becksteins Amt. Und gewiss wird es Seehofer vorziehen, den gebeutelten Franken noch ein paar Jahre mit der FDP regieren zu lassen, um die Option Staatskanzlei München einstweilen für sich selbst offenzuhalten. Denn zu verlieren gäbe es für einen Spitzenkandidaten Seehofer 2013 eigentlich nicht mehr viel. Doch derzeit hält in der CSU offenbar keiner das Ruder richtig fest in der Hand. Vor dem Sonderparteitag am 25. Oktober ist vieles möglich. Der Umgang mit Anarchie allerdings zählte bisher nicht zu den ausgewiesenen Stärken der Christsozialen. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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