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Südwest Presse: Kommentar zu Kindergeld

    Ulm (ots) - Nur scheinbar interessiert An Geld vom Staat denkt wohl kaum ein Paar, wenn es sich für Nachwuchs entscheidet. Zum Glück, denn es ist ein unbezahlbares Erlebnis, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten. Aber ohne Geld ist das Leben mit Kindern auch nicht möglich. Und dabei versagt der Staat komplett. Schlimmer noch: Die Politiker kennen die Defizite. Sie haben sie den Familien beim Steuerzahlen eingebrockt und sehen bei den Sozialsystemen weitgehend zu, wie Eltern mit Kindern benachteiligt werden. Wer Haushalte vergleichen will, muss das Pro-Kopf-Einkommen zugrunde legen. So betrachtet, werden Eltern mit Kindern stärker besteuert - je mehr Kinder sie versorgen, um so höher. Das Kindergeld ist kein Staatsgeschenk. Es gleicht nur das steuerfreie Existenzminimum aus. Für Kinder liegt es aber niedriger als für Erwachsene, obwohl man weiß, dass Kinder nicht weniger Geld kosten als Erwachsene, sondern mehr. Das gilt nicht nur für Kleider und Schuhe oder das Essen. Bei der Rente hängt die Finanzierung von den Nachkommen ab. Doch diejenigen, die keinen Nachwuchs haben, zahlen die gleichen Beiträge wie Eltern. Familien können über die Debatte um 20 oder 40 Euro höheres Kindergeld nur den Kopf schütteln. Die Politik zeigt, dass sie sich für die nächste Generation allenfalls scheinbar interessiert. Das Fatale dabei: Immer weniger junge Leute müssen den Wohlstand dieser Gesellschaft sichern.

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