Südwest Presse

Südwest Presse: Kommentar zur Kinderpornografie

    Ulm (ots) - Wieder einmal ist ein Schlag gegen die internationale Pädophilen-Szene gelungen. Wieder einmal geht es um einen Fall mit unvorstellbaren, erschreckenden Dimensionen: Allein in einem Monat wurde eine Kinderpornografie-Seite im Internet 48 000 Mal angeklickt. Der Markt für Bilder und Filme von Kindesmissbrauch scheint unersättlich. Und die Interessenten für diese perversen Produkte sitzen nicht nur irgendwo in der Ferne, sondern hier unter uns. Das entsetzt. Trotzdem gibt gerade der jüngste Fall auch Anlass zur Hoffnung. Denn er zeigt, wie gut die internationale Zusammenarbeit der Ermittler funktioniert, wie bereitwillig manche Anbieter von Internetdiensten kooperieren und welch langen Atem die Polizisten haben. Je öfters Sicherheitsbehörden derartige grenzübergreifende Erfolge vermelden können, desto größer ist die Abschreckung für die Pädophilen-Szene. Die Botschaft, die dort ankommen soll, lautet: Keiner, der im Internet Kinderpornografie anschaut, darf sich noch sicher sein, in der Anonymität des weltweiten Datennetzes verschwinden zu können. Auch die Fahnder surfen mit. Um mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten und die Suche nach Schlupfwinkeln erschweren zu können, brauchen die Experten aber das notwendige Rüstzeug. Das kostet Geld und bindet viel Personal. Doch diese Investition muss sein. Jedes gequälte Kind ist eines zu viel.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Südwest Presse

Das könnte Sie auch interessieren: