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Südwest Presse: Kommentar zum Kaukasus

    Ulm (ots) - Militärbeobachter meinen zur russischen Kriegsführung in Georgien, die sie mit der vernichtenden in Tschetschenien vergleichen, ein solcher Angriff könne nur von langer Hand vorbereitet gewesen sein. Er wird von einer motorisierten Schützendivision, die über starke Artilleriekräfte verfügt, mit Luftunterstützung vorgetragen. Ein Rätsel bleibt, was den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili zu seinem Wahnsinnsangriff auf die abtrünnige Provinz Südossetien bewogen hat, doch fest steht: Die Russen standen im wahrsten Sinne des Wortes Gewehr bei Fuß. Im Telefonat hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow seiner US-Kollegin Condoleezza Rice gegenüber das Kriegsziel deutlich ausgesprochen: Erst wenn Saakaschwili aus dem Amt gebombt ist, werden die Waffen schweigen. Mit einer Strategie, die keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt, und unter dem Vorwand, in Südossetien russische Staatsbürger zu schützen (es wird sich um Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit handeln), marschiert Russland also in einen benachbarten Staat ein, um den demokratisch legitimierten Präsidenten zu stürzen - wahrscheinlich, weil er westlich orientiert ist. Die Absicht geht noch darüber hinaus: Das oben Geschilderte sollen alle Staatschefs in der russischen Nachbarschaft nicht nur mitbekommen, sondern sich hinter die Ohren schreiben. Auch wir sollten uns merken, mit wem wir es in Moskau zu tun haben.

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