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Südwest Presse: Kommentar zu Olympia

Ulm (ots) - Wer die Eröffnungsfeier der 29. Olympischen Spiele nicht gesehen hat, dem ist etwas entgangen. Es war eine technisch bisher unerreichte Mega-Show. Von sensationell präzisen Massenszenen bis hin zu Schauteilen mit dem Prädikat "künstlerisch wertvoll" gab es im "Vogelnest" alles zu sehen. Zugleich bot die Feier einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis und die Selbstwahrnehmung Chinas, der auch Angst machen kann. Zum Olympia-Märchen zwischen Tradition und Moderne passt, dass der einstige Turn-Star Li Ning, heute ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann, das Olympische Feuer entzündet hat. Aber warum nur musste alles in Weltraum-Eroberungsfantasien gipfeln? So geriet die Pekinger Nacht zu einem deutlich überzogenen Staatsschauspiel. Demonstrativ auf die Eröffnungsfeier verzichtet haben im deutschen Team nur ganz wenige Athleten. Fechterin Imke Duplitzer beispielsweise. Sie verglich vorab die Zeremonie, in der auch eine gigantische Friedenstaube ihre von Menschen geformten Flügel schwingen ließ, angesichts der Querelen im Vorfeld mit einer Zirkusnummer. 16 Wettkampftage lang brennt nun die Flamme über der Arena. Die gute Nachricht ganz zum Schluss: Alles ist friedlich über die Bühne gegangen. Auch wenn die Nervosität überall zu spüren und der Platz des Himmlischen Friedens abgeriegelt war. Angeblich nur wegen des Feuerwerks dort. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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