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Südwest Presse: KOMMENTAR · LUFTHANSA Vor neuen Turbulenzen

Ulm (ots) - Erleichterung herrscht über die Tarifeinigung bei Lufthansa und das Ende der Streiks, die auf dem Rücken der Passagiere in der Urlaubszeit ausgetragen wurden. Beide Seiten taten gut daran, sich schnell zu einigen, denn Forderung und Angebot lagen nicht weit auseinander. Die Gewerkschaft Verdi kann für sich beanspruchen, angesichts glänzender Unternehmenszahlen einen ordentlichen Abschluss herausgeholt und mit dem Ausstand ein wenig von der Macht zurückgewonnen zu haben, die sie im Luftfahrtsektor an Konkurrenzorganisationen abgeben musste. Wie stark der Aufwind für Verdi sein wird, bleibt offen. Sie kämpft mit der Pilotenvereinigung Cockpit, der unabhängigen Flugbegleiter-Organisation Ufo und weiteren Kleingruppierungen unter Lufthansa-Beschäftigten heftig um mehr Mitglieder. Die Großorganisation steht sehr unter Druck beweisen zu müssen, dass sie auch die Interessen kleinerer Berufsgruppen effektiv vertritt. Der Lufthansa kann ihrerseits an einer weiteren gewerkschaftlichen Zersplitterung nicht gelegen sein, denn das Unternehmen würde zunehmend an mehreren Fronten kämpfend nicht zur Ruhe kommen. Vielleicht ist das mit ein Grund für die plötzliche und rasche Einigung mit Verdi? Der nächste Tarifstreit steht jedenfalls schon vor der Tür. Gewerkschaftskonkurrent Ufo will einen besseren Abschluss für das Kabinenpersonal herausholen. Die Forderung steht bei 15 Prozent. Es drohen neue Turbulenzen. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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