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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Doping

    Ulm (ots) - Die Tour de France hat ihren dritten Doping-Fall, und es wird nicht der letzte sein. Erwischt wurde Riccardo Ricco. Endlich. Den Italiener haben die Fahnder gezielt gejagt. Er fühlte sich sicher, aber er war es nicht. Abgeführt in Handschellen. Wie ihm wird es noch anderen ergehen. Nicht nur bei der Tour de France, nicht nur im Radsport, obwohl sich hier nach wie vor die dreistesten Betrüger tummeln. Diejenigen, die es immer noch nicht begriffen haben oder nie begreifen werden. Es sind nach wie vor zu viele. Trotzdem ist der gestrige Tag ein Grund zur Freude. Für die sauberen Sportler, für die vielen Sportfans, und vor allem für diejenigen, die mit großem Aufwand daran arbeiten, eiskalte Betrüger wie Ricco zu überführen. Ihre Arbeit an verfeinerten Nachweismethoden hat sich gelohnt. Pech für Riccardo Ricco und die beiden Spanier vor ihm. Der Erfolg konnte auch deshalb gelingen, weil die Herstellerfirma des missbrauchten Epo-Medikaments mit den Doping-Jägern zusammengearbeitet hat. Das ist der richtige Weg, aber keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Spannend wird es jetzt sein zu beobachten, wie die Betrüger mit der neuen Generation Epo im Blut auf die neuen Erkenntnisse reagieren. Denn die Botschaft ist klar: Seit gestern sind sie nicht mehr sicher. Bei den Olympischen Spielen in Peking werden die Doping-Jäger hoffentlich weitere Überraschungen parat haben.

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