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Südwest Presse: Kommentar zur SPD

Ulm (ots) - Gäbe es noch Zweifel, jetzt wären sie endgültig ausgeräumt. Die SPD hat sich entschieden, mit einem linkspopulistischen Kurs in die kommenden Wahlen zu ziehen, der die Handschrift sowohl des abtrünnigen einstigen Parteichefs und heutigen Konkurrenten Oskar Lafontaine als auch der Parteilinken Andrea Nahles trägt. Wer sich immer noch gegen alle demografischen Entwicklungen stemmt und auf Ausweitung der Altersteilzeit setzt, hat sich aus der Realpolitik verabschiedet, der sich eine Regierungspartei verpflichtet fühlen sollte. Er wird über kurz oder lang auch die Rente mit 67 wieder in Frage stellen. Das Geld zur Finanzierung der teuren SPD-Wahlversprechen fällt aber nicht vom Himmel, sondern muss von der ohnehin stark belasteten Masse der Sozialbeitragszahler aufgebracht werden. Oder auf Pump, also von unseren Kindern und Enkeln. Ein zu hoher Preis, um den Schulterschluss mit der IG Metall zu demonstrieren, die auf der tariflichen Ebene um die Bewahrung der Errungenschaften kämpft. SPD-Chef Kurt Beck macht alles mit, sofern es ihm nur innerparteilichen Krach mit der Linken erspart. Ob Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück erneut von den Plänen überrascht werden? Dann könnte es sein, dass der potenzielle Kanzlerkandidat Steinmeier dankend verzichtet, ehe er überhaupt offiziell gefragt wird. Mit Beck noch tiefer ins Tal der Tränen, heißt es dann für die SPD. Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218 Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

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